E-Commerce Shop-Links auf SPIEGEL.de – Fragen und Antworten
Seit dem November 2025 hat der SPIEGEL seinen eigenen Shop. Gegenwärtig finden Sie hier Bücher, Brettspiele, Papeterie-Artikel wie Notizbücher und Stifte oder SPIEGEL-Merchandise. Auch angeboten werden natürlich die eigenen Magazine der SPIEGEL-Gruppe vom wöchentlichen SPIEGEL als Flaggschiff hin zu Ablegern wie SPIEGEL GESCHICHTE und Schwestertiteln wie manager magazin, Effilee oder 11FREUNDE. Wir arbeiten daran, die Produktpalette des Shops beständig zu erweitern. Leser:innen, die den SPIEGEL abonniert haben, müssen bei Bestellungen im Shop keine Versandkosten zahlen. Der SPIEGEL-Shop ist ein Angebot des SPIEGEL-Verlags und damit organisatorisch klar getrennt von der Redaktion. Die Auswahl im Shop, insbesondere bei Büchern, basiert zwar vielfach auf redaktionellen Empfehlungen, die Redaktion ist aber vollkommen unabhängig in ihrer Auswahl und Beurteilung und frei von Verkaufsinteressen. Für den Verlag ist der Shop neben Abonnements-, Einzelverkaufs- und Werbeerlösen eine weitere Einnahmequelle. Sie trägt dazu bei, die journalistische Arbeit der Redaktion zu ermöglichen und den SPIEGEL als eigenständiges Verlagshaus zu erhalten, das mehrheitlich zu keinem Konzern gehört.
Affiliate-Links, was ist das?
Ansonsten gibt es an verschiedenen Stellen auf SPIEGEL.de sogenannte Affiliate-Links zu anderen E-Commerce-Anbietern. Diese Affiliate-Links finden sich zum Beispiel in Form von Produkt-Info-Kästen, die mit »Anzeige« gekennzeichnet und dadurch, sowie aufgrund ihrer optischen und textlichen Gestaltung, erkennbar und abgegrenzt sind (ein Beispiel finden Sie hier). Diese Anzeigen tauchen unabhängig davon auf, ob eine redaktionelle Besprechung positiv oder negativ ausfällt. Es gibt solche Affiliate-Links unter anderem in Boxen mit Preisvergleichen im Tests-Channel des SPIEGEL, in der Bestseller-Liste oder in Kästen zu Büchern, die besprochen wurden. Bei Buch-Boxen wird immer auch auf den SPIEGEL-Shop verlinkt, wenn das betreffende Buch dort vorrätig ist.
Wenn eine Nutzerin oder ein Nutzer auf einen der Affilate-Links klickt und Produkte bestellt, erhält unser Verlag zumeist eine Kommission, also einen Prozentsatz des erzielten Umsatzes. Diese Kommission wird vom Händler gezahlt, nicht vom Hersteller. Durch die etwaige Kommission erhöht sich der Kaufpreis für unsere Nutzerinnen und Nutzer nicht.
In den Affiliate-Anzeige-Kästen auf SPIEGEL.de werden in Produktbesprechungen neben Amazon als Marktführer, der meistens dabei ist, die günstigsten Angebote für das jeweilige Produkt aufgelistet. Dieses "Preisvergleichswidgets" bieten wir in Kooperation mit dem Dienstleister Idealo oder alternativ über den Heise-Verlag aus Hannover an. Bei Büchern werden in den Affiliate-Kästen derzeit der eigene Shop, Amazon, Thalia, Hugendubel und genialokal berücksichtigt. Es ist uns hier besonders wichtig, eine Auswahl an Händler zu verlinken.
Generell haben sich Affiliate-Links im Verlauf der vergangenen Jahre als eine weitere Einnahmequelle für Verlage etabliert, nachdem ein großer Teil digitaler Anzeigenerlöse zu Konzernen wie Google oder Meta abgewandert ist. DER SPIEGEL ist bei Affiliate, wie bei Werbung auch, maximal der Transparenz und der redaktionellen Unabhängigkeit verpflichtet.
Unsere Regeln sind auch in den SPIEGEL Standards festgeschrieben, die Themen wie Recherche, Verifikation und die Vermeidung von Interessenkonflikten behandeln.
Welche Regeln gelten für die Autorinnen und Autoren der Texte mit Affiliate-Links?
Etwaige Verkaufsprovisionen kommen dem Verlag als Ganzes zugute. Die Autorinnen und Autoren der Texte sind nicht individuell an den Provisionen beteiligt, sodass keine Anreize bestehen, ganz bestimmte Produkte oder besonders teure Ware zu empfehlen. Stattdessen werden alle Autorinnen und Autoren darauf hingewiesen, dass sie die genannten Produkte ausschließlich nach Qualität beurteilen sollen. Diese Werturteile können subjektiv sein, werden aber unabhängig von Verlagsinteressen und -einfluss gefällt.
Festangestellte und freie Autorinnen und Autoren werden darüber hinaus darauf hingewiesen, dass sie keine Geschäftsbeziehungen zu den Herstellern der genannten Produkte unterhalten dürfen.
Können Unternehmen sich Berichterstattung kaufen?
Nein. Unternehmen können sich lediglich Anzeigenplatzierungen auf SPIEGEL.de kaufen, die klar zu erkennen sind. Typischerweise handelt es sich dabei um klassische Banner-Platzierungen. Unternehmen können auch sogenannte Advertorials oder Native-Artikel buchen; diese Sonderformate sind ebenfalls transparent als »Anzeige« markiert.
Darauf, welche Produkte besprochen werden, haben die Unternehmen keinen Einfluss; dies unterliegt dem redaktionellen Urteil.
Wie wählt die Redaktion die Produkte, Bücher etc. aus, die sie bespricht?
Die Redaktion entscheidet selbst und unbeeinflusst von Werbezahlungen, Shop- oder Affiliate-Erlösen darüber, welche Produkte sie bespricht und wie dies geschieht. Oft erhalten wir von Verlagen oder Herstellern unverlangt Rezensionsexemplare zugesandt. Ob diese Produkte wirklich rezensiert werden, entscheiden unsere Redakteurinnen und Redakteure selbst (das Gros wird nicht besprochen).
In der Regel werden Testexemplare von Produkten nach dem Ende des Tests an die Hersteller zurückgeschickt. Ausnahmen sind Rezensionsexemplare von Büchern, Musikalben, Spiele im Ressort Netzwelt und längerfristige Ausleihen. So haben wir etwa Spielekonsolen und Smartphones in der Redaktion, die wir über längere Zeit für die Berichterstattung nutzen dürfen. So können wir über Softwareupdates, neues Zubehör und neue Spiele berichten oder Langzeiturteile fällen.
Rezensionsexemplare dürfen von Redakteurinnen und Redakteuren nicht auf eigenen Gewinn weiterverkauft werden. Oft werden sie am Ende eines Jahres zum Beispiel gesammelt und im Rahmen eines firmeninternen Flohmarktes verkauft, wobei die Erlöse für gemeinnützige Zwecke gespendet werden. Teilweise werden Rezensionsexemplare auch direkt an gemeinnützige Einrichtungen gespendet.
Bei allen Affiliate- und Shop-Links ist die Erhaltung der redaktionellen Unabhängigkeit unsere wichtigste Maxime.