Concours d’Elegance in Pebble Beach - DER SPIEGEL
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Concours d'Elegance Die schönsten Alltagsfluchtmobile

In Pebble Beach erholt sich die Autobranche von der Gegenwart: Abgasskandale sind weit weg, hier stehen Oldtimer für die stolze Vergangenheit und Prototypen für eine verheißungsvolle Zukunft. Eine Auswahl der Traumwagen.
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Der Concours d’Elegance ist für seinen PS-Prunk berühmt, Extravaganz ist Pflicht am Pebble Beach. Wie man auf dicke Hose macht und trotzdem das Budget schont, zeigt Mercedes: Der deutsche Hersteller präsentiert mit dem Maybach 6 das gleiche Konzeptauto wie im vergangen Jahr, nur ohne Dach. Neu ist also, dass der sechs Meter lange Zweisitzer ein Verdeck hat, das mit Fäden aus Roségold durchwirkt ist. Neben den 750-PS-Elektromotoren hat die jetzt vorgestellte Cabrio-Variante vor allem eins mit dem Coupé von 2016 gemein: In Serie wird der Wagen wohl niemals produziert.

Foto: Tom Grünweg
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Bei BMW ist das anders: Die Bayern zeigen in Pebble Beach zwar auch eine Studie, doch die ist vergleichsweise seriennah. Hier ist nämlich zu sehen, wie sich Designchef Adrian van Hooydonk den Nachfolger des Roadster-Modells Z4 vorstellt. Fest steht bereits, dass das Serienprodukt in Kooperation mit Toyota entwickelt wird.

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Und so soll der neue BMW 8 aussehen: Bis zur Premiere dauert es zwar noch ein halbes Jahr, doch glaubt man Designchef Adrian van Hooydonk, entspricht diese Studie schon ziemlich genau dem Serienmodell.

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Als vergleichsweise bürgerliche Marke ist VW ein seltener Gast auf dem Concours. Doch mit der Studie ID Buzz sind die Niedersachsen bewusst nach Kalifornien gegangen, sagt Markenchef Herbert Diess. Denn bei den Amerikanern steht der Bulli als Ideenspender dieses elektrischen VW-Bus besonders hoch im Kurs. Entsprechend groß war die Freude, als der Vorstand zum ersten Mal die Serienfertigung der Studie bestätigte. Selbst wenn die noch bis 2022 auf sich warten lässt.

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Dieser McLaren 720S des amerikanischen Unternehmers Michael Fux ist ein Unikat. Der Autonarr hat den Lack namens "Fuchsia" vor langer Zeit bei Rolls-Royce in Auftrag gegeben und sich die exklusive Verwendung für seine eigenen Autos zusichern lassen. Egal, von welchem Hersteller sie auch stammen.

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Das fertige Auto zeigt AMG erst auf der IAA in Frankfurt, doch in Pebble Beach hat der schnelle Mercedes-Ableger schon einmal den Antrieb seines neuen Hypersportwagens enthüllt. Der stammt quasi unverändert aus dem Formel-1-Auto, kombiniert einen 1,6 Liter großen V6-Motor mit zwei E-Maschinen und kommt so auf mehr als 1100 PS, sagt AMG-Chef Tobias Moers.

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Pebble Beach ist nicht nur eine Bühne für die schönsten Autos der Welt, sondern auch ein gigantischer Marktplatz. Ein halbes Dutzend Auktionshäuser versteigern Klassiker aller Epochen wie diesen Aston Martin von 1935. Bei 1277 Fahrzeugen fiel der Hammer. Der Gesamterlös liegt bei 317 Millionen Dollar.

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Für einen neuen Auktionsrekord reichte es in Pebble Beach zwar nicht, aber irrwitzige Summen wurden trotzdem gezahlt. Teuerstes Auto war mit 22,5 Millionen Dollar zum Beispiel dieser Aston Martin DBR1 von 1956.

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Jeder Golfplatz rund um Pebble Beach steht während der Monterey Car Week voll mit Autos, und oft kommen sie aus Deutschland. Bei "Legends of the Autobahn" zum Beispiel werden ausschließlich Fahrzeuge von Audi, BMW und Mercedes ausgestellt und bewertet.

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Nicht gerade schön, aber immerhin selten: Ein Eigenbau auf Basis des BMW Z3.

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Der 70. Geburtstag der Marke Ferrari wurde in Pebble Beach groß mit gleich mehreren Kategorien gefeiert. Hier begutachten die Juroren einen Scaglietti Spider von 1957.

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Mit dem Typ 101C wagte der Luxusautohersteller Bugatti nach dem Zweiten Weltkrieg (und dem Tod von Gründer Ettore Bugatti und dessen Sohnes Jean) einen Neustart. Die Karosserie des Wagens wurde bei vier unterschiedlichen Designern in Auftrag gegeben. Darunter auch beim Amerikaner Virgil Exner, der nach seiner Zeit bei General Motors, Studebaker und Chrysler diesen Roadster entworfen hat. Damals geriet das Fahrzeug allerdings zum Flop, nur ein halbes Dutzend Exemplare wurden gebaut.

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Wo geht's nach Hollywood? Heute wirken Oldtimer wie dieser Duesenberg SJ von 1935 aus wie überzeichnete Filmautos.

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Bei so viel zahlungskräftiger Kundschaft kommen die Chefs persönlich. Hier erklärt Rolls-Royce-Vorstand Torsten Müller-Ötvös am Stand seiner Marke den neuen Phantom.

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Während der Concours-Woche ist jede Hotelvorfahrt ein Boulevard der Eitelkeiten. Und wenn viele hundert Supersportwagen und Luxuslimousinen zusammenkommen, muss man sich schon etwas einfallen lassen, um aufzufallen. Zum Beispiel ein Rolls-Royce-Doppel in Pink und Baby-Blau.

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Seit der japanische Designer Ken Okuyama nach der Arbeit am Supersportwagen Enzo bei Ferrari seinen Hut genommen hat, überrascht er regelmäßig mit schrägen Einzelstücken. Das hier ist der neue Code0, der augenscheinlich von einem Lamborghini Diablo inspiriert ist und mit einem 700 PS starken V12 fährt.

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Mit dieser Hightech-Seifenkiste versucht Infiniti eine Verschmelzung von Tradition und Fortschritt. Das Design des Prototype No 09 ist inspiriert von den Rennwagen der Dreißiger- und Vierzigerjahre, unter dem coolen Blechkleid steckt aber ein zeitgemäßer Elektroantrieb.

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Den Innenraum der Maybach-Studie Vision 6 stellt sich Designchef Gorden Wagener als Mischung aus digitaler Lebenswelt und analogem Kunsthandwerk vor. So sind im Cockpit sowohl klassische Rundinstrumente als auch großflächige 3D-Bildschirme verbaut.

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Als Gegenveranstaltung zum Concours d'Elegance hat sich mittlerweile der Concours d'LeMons etabliert. Allerdings sind die automobilen Skurrilitäten mittlerweile so beliebt, dass die augenzwinkernde PS-Satire so langsam ihre Unschuld verliert und schräge Eigenkreationen wie diese seltener werden.

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"Wir wollen die besten von den schlechten und die schlechtesten von den guten Autos", sagen die Organisatoren beim Concours d'LeMons - und sortieren die Kandidaten in ziemlich eigenwillige Kategorien wie "Schrott-Chevys".

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Genau wie beim Concours d'Elegance verkleiden sich auch die Teilnehmer beim Concours d'LeMons. Nur dass sich die Protagonisten hier nicht ganz so wichtig nehmen und deshalb reichlich schräge Kostüme wählen.

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Wo er ist, ist immer vorn: Der Besitzer dieses Honda Civic hat für die Teilnahme beim Concours d'LeMons kurzerhand zwei Autos so zusammengeschweißt, dass man in beide Richtungen fahren kann.

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Die Geschwister Marta und Henrietta Holsman sind in diesem Jahr die Sieger der Herzen. Denn die beiden Damen kamen mit einem Schnauferl aus Santa Barbara gefahren, das ihr Großvater Henry Kerchner Holsman 1904 selbst entwickelte. Der 113 Jahre alte Wagen hatte vor den Damen nur einen Besitzer, einen Landarzt aus West Virginia, der damals 550 Dollar dafür bezahlte.

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Der schönste der Schönen ist nach Ansicht der Concours-Juroren ein Mercedes S von 1929 mit einer Tourer-Karosserie von Barker. Der silberblaue Roadster wurde zum "Best of Show"-Auto gewählt. Dass Besitzer Bruce McCaw für die Restaurierung des Klassikers tief in die Tasche gegriffen hat, dürfte mit diesem Erfolg vergessen sein, denn mit dem Gesamtsieg ist der Wert des Wagens dramatisch gestiegen.

Foto: Influence Sports & Media
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