Lufthutze - DER SPIEGEL
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Lufthutzen Schacht mit Macht

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Auto aggressiv aussehen zu lassen. Doch ob Spoiler oder Breitreifen: Im Vergleich zur Lufthutze verblassen sämtliche Tuning-Teile zu harmlosen Gimmicks.
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1970er Plymouth Hemi Cuda: Zum Start der Lufthutzen-Parade ein paar Prachtexemplare der großen Musclecar-Ära. Dieser Cuda hier hat acht Zylinder, sieben Liter Hubraum - und einen breiten Schlund auf der Haube.

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1970er Dodge Challenger T/A: Den Challenger gab es je nach Ausführung mit unterschiedlichen Hutzen; dieses Exemplar mit einem einzelnen Schacht war ein Homologationsmodell für die Trans-Am-Rennserie (daher T/A). Standesgemäß mit V8-Motor und 5,6 Liter Hubraum.

Foto: Dodge
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1969er Dodge Coronet Super Bee: Weiter geht's in der Musclecar-Reihe - der Dodge Coronet hatte nicht zwangsläufig Lufthutzen; das war der leistungsstärkeren Variante Super Bee vorbehalten.

Foto: Dodge
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1970er Dodge Coronet Super Bee: gleiches Modell, andere Baureihe. Die Super Bee von 1970 erkennt man an den enger zusammenliegenden Hutzen.

Foto: Dodge
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Ford Gran Torino: Als wäre der Kühlergrill nicht schon mächtig genug, ist der Gran Torino auch noch mit einer Lufthutze ausgestattet. Warum auch nicht? Schließlich ist die Motorhaube dieses Fords so groß wie ein Kleingarten und bietet genug Platz für Ausstattungsdetails. Der Ford Gran Torino auf dem Foto spielte eine Hauptrolle in dem gleichnamigen Film mit Clint Eastwood. Auch in der Serie Starsky und Hutch war ein Modell zu sehen - David Starskys Exemplar hat allerdings keine Lufthutze.

Foto: Alberto E. Rodriguez / Getty Images
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Dodge Challenger SRT Hellcat: ein modernes Muscle-Car mit 707 PS. Natürlich darf auf der stärksten Variante der Challenger-Geschichte die Lufthutze nicht fehlen.

Foto: Dodge
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Hudson Hornet: Bevor es von den eher grobschlächtigen US-Muscle-Cars zu den etwas eleganteren Lufthutzen-Modellen aus Italien weitergeht, noch eine Hudson Hornet mit Hutze aus dem Jahr 1953. Exakt so ein Modell gehörte zum Fuhrpark des Schauspielers Steve McQueen.

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Ferrari 250 GTO: Auch das teuerste Auto der Welt (ein Exemplar von 1962 kam für 28 Millionen Euro unter den Hammer) hat zwei Lufthutzen. Sie sind vergleichsweise dezent und sitzen links und rechts auf der Motorhaube. Unter der Wölbung dazwischen -ganz und gar undezent - der Zwölfzylindermotor.

Foto: Ferrari
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Ferrari 250 GT LWB California Spider: Die Karosserie mit langgezogener Lufthutze wurde von Pininfarina designt.

Foto: Ferrari
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Ferrari Testarossa: Miami Vice! Durch die verschiedenen Lufteinlässe dieses Ferraris passt sämtliches Koks, das je in Florida geschnupft worden ist. Wobei man hier ganz klar sagen muss, dass die seitlichen Schächte der Lufthutze die Show stehlen.

Foto: Ferrari
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Ferrari 550 Maranello: Auch das Design des von 1996 bis 2001 gebauten Sportwagens stammt von Pininfarina. Die Lufthutze ist zwar kürzer als beim 250 GT, aber ebenso prägnant.

Foto: Ferrari
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Maserati GranTurismo MC Stradale: Der rechteckige Ausschnitt auf der Haube sieht verheißungsvoll aus, und die Versprechungen werden eingelöst: 460 PS leistet der Stradale. Die Beispielreihe für teure Italo-Sportwagen mit Hutze ist damit beendet, wir kommen zu den preiswerten Modellen eines japanischen Herstellers.

Foto: Maserati
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Subaru Impreza 2.0 D: Ein Kompaktwagen mit Dieselmotor und stolzer Lufthutze. Der Chuzpe der Subaru-Designer sei Dank, dass es solche Autos gibt.

Foto: Subaru
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Subaru Legacy: Eine Familienkutsche mit Hutze, das hat was. Stellt man sich den Wagen ohne kleinen Rachen auf der Motorhaube vor, bleibt nur ein langweiliger Kombi übrig.

Foto: Subaru
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Subaru Levorg: Um es mal positiv auszudrücken: Subaru beweist auch bei der Namensfindung für Autos Mut. Der Nachfolger des Legacy hat die Hutze behalten. Ist sie notwendig? "Jein", sagt eine Subaru-Sprecherin. Durch die Öffnung weht zwar eine Brise für den Ladeluftkühler des Turboantriebs: "Aber das hätte sich technisch auch anders lösen lassen." Hauptsächlich diene das Dächlein auf der Haube dazu, "das sportliche Konzept" des Autos zu unterstreichen.

Foto: Subaru
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Mini Cooper S: Eine Lufthutze ist keine Frage der Größe. Der Sportvariante des Mini steht der Schlitz ausgesprochen gut.

Foto: Mini
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Brabus 6.0 Biturbo Widestar: Eine Nummer größer als der Mini. Mit 850 PS die brachialste G-Klasse aus Serienfertigung...

Foto: Brabus
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...und die einzige mit Lufthutze.

Foto: Brabus
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Genf 2016: Das offizielle Plakat für den Autosalon zeigt einen Entwurf des Designers Mark Stehrenberger. Man würde eigentlich nicht auf Anhieb erkennen, dass es sich bei dem fiktiven Auto um einen edlen Sportwagen handelt. Wäre da nicht ein ganz bestimmtes Detail.

Foto: Internationaler Automobil-Salon Genf
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?