Galaxy S8 und Galaxy S8+ So gut sind Samsungs neue Smartphones
Samsung Galaxy S8 (l.) und Galaxy S8+: Die beiden neuen Smartphones sind technisch fast identisch. Einzig die Bildschirme und die Akkus sind unterschiedlich groß.
In Samsungs Marketingsprache werden die Bildschirme als "Infinite Displays", also "unendliche Bildschirme" bezeichnet. Wirklich endlos sind sie natürlich trotzdem nicht, kaschieren ihre Begrenzungen aber, weil sie sich elegant in den Gehäuserand einschmiegen.
Hier ist gut zu sehen, welchen Unterschied das neue Bildschirmformat 18,5:9 gegenüber herkömmlichen 16:9-Display macht. Links sind iPhone 7 Plus und Galaxy S8+ zu sehen, rechts ein iPhone 7 und ein Galaxy S8.
Im Ruhezustand zeigen beide Modelle die Uhrzeit und Hinweise auf Benachrichtigungen auf dem dunklen Display an. Wer das nicht mag, kann es abschalten.
Neben dem üblichen Schwarz und Weiß steht bei den Galaxy S8 und S8+ auch ein Farbton namens Orchid-Grey, also Orchideengrau, zur Wahl. Tatsächlich sieht diese Farbe viel besser aus, als ihr Name vielleicht vermuten lässt.
Vor einem Jahr verteidigte Samsung die Entscheidung, im Galaxy S7 veraltete Micro-USB-Buchsen zu verwenden, mit dem Argument, das würden die Kunden so wollen. Mittlerweile scheinen es sich die Kunden also überlegt zu haben: Die beiden S8-Modelle haben nun zeitgemäße USB-C-Anschlüsse.
Auch eine Schnellladefunktion gibt es, die freilich nicht mit jedem Netzteil funktioniert. Links das Galaxy S8 an einem Standard-Netzteil, rechts das S8+ am mitgelieferten Samsung-Netzteil. Beide hingen zum Zeitpunkt der Aufnahme seit 40 Minuten an der Steckdose, waren zuvor komplett entladen worden.
Um Platz für das größere Display zu schaffen, wurde der Fingerabdrucksensor nach hinten, ausgerechnet direkt neben das Objektiv der Kamera, verlegt. Beim Versuch, den Sensor zu ertasten, tippt man fast zwangsläufig auf die Linse und verschmutzt sie.
An der Qualität der Kamera hingegen gibt es nichts auszusetzen. Bei Tageslicht liefert sie fast immer sehr gute Ergebnisse mit kräftigen Farben, manchmal fast zu kräftig.
Auch schwierige Lichtsituationen meistert das S8 meist problemlos. So wie hier, wo eine dunkle Grundstimmung von einem kleinen Licht gestört wird.
Passend zum neuen Bildschirm lässt sich auch das Aufnahmeformat der Kamera verändern. Hier haben wir das SPIEGEL-Gebäude im Format 4:3 aufgenommen.
Und hier dasselbe Motiv im Format 18,5:9.
Bei Filmen profitiert man nicht immer vom extrabreiten Bildschirm. Hier läuft "The Martin" aus dem Google Play Store auf einem Galaxy S7 edge (oben) und einem Galaxy S8+. Deutlich sind beim S8+ dicke schwarze Balken zu erkennen.
Hier spielen dieselben Geräte den Trailer eines aktuellen Films von Amazon Prime ab. Hier wird die Bildschirmfläche des S8+ voll ausgenutzt.
Als wichtige Neuerung propagiert Samsung diesen Knopf, links am S8. Mit ihm soll man den digitalen Assistenten Bixby aufrufen. Im Test klappte das eher selten.
Immerhin, per Rechtswisch auf dem Startbildschirm ließ sich Bixby aktivieren. Viel mehr als eine Übersichtsseite mit ein paar Kalenderdaten, Wettervorhersage und Nachrichten ist Bixby bisher aber nicht.
Solange Samsungs digitaler Assistent nicht fertig ist, kommt man mit dem ebenfalls vorhandenen Google Assistant weiter.
Auch die versprochene Erkennung von Objekten durch Bixby funktionierte im Text nur sehr selten. Hier kann das System einen Barcode nicht erkennen.
Die Bitte, zu einem Schoko-Osterhasen passende Bilder zu suchen, brachte diese wenig hilfreichen Ergebnisse zutage.
Der Versuch, von einem Foto eines Osterhasen aus zu Online-Angeboten solcher Schokohäschen zu gelangen, schlug ebenso fehl wie diverse andere Testaufgaben.