YouTube Werbung vor Hetze
Werbespot der Aktion Mensch vor flüchtlingsfeindlichem Video im Herbst 2015: Vor diversen Clips, in denen in drastischer Weise gehetzt wird, tauchen Werbespots auf. Die betroffenen Unternehmen und Organisationen wissen davon in der Regel nichts. Die Aktion Mensch teilte mit: Bis die Sache mit YouTube geklärt sei, werde man "keine Spots mehr schalten".
Edeka-Werbespot vor YouTube-Clip: Die Supermarktkette hat ihre Werbung aus dem Umfeld dieses Clips entfernen lassen, nachdem sie von SPIEGEL ONLINE darauf aufmerksam gemacht worden war, dass ihr Spot hier vertreten ist.
Waschmittel-Werbung von Henkel: "Wir haben keine Erklärung, sind jedoch darüber erschrocken, dass eine Einbindung in diesem Kontext möglich war", teilt der Konzern auf Anfrage mit. Henkel sucht nun Klärung bei Google, so wie die übrigen betroffenen Unternehmen auch. Ein solches Umfeld sei mit den Unternehmenswerten nicht vereinbar.
Werbung für Datingportal: Besonders bizarr wirkt diese Reklame für eine Plattform für "muslimische Singles" - eingebettet in ein Video, in dem Angst vor Kriegsflüchtlingen aus Syrien geschürt wird.
Lufthansa-Werbung: Auch die Fluglinie will verhindern, dass ihre Spots vor derartigen Clips auftauchen und distanziert sich auf Anfrage "von den dort gezeigten Inhalten".