Hausmitteilung SPIEGEL GESCHICHTE: Russland verstehen - DER SPIEGEL
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Hausmitteilung Russland verstehen

• aus SPIEGEL Geschichte 4/2026
Kremlchef Putin in Moskau 2014: Historische Inszenierung als imperialer Herrscher
Kremlchef Putin in Moskau 2014: Historische Inszenierung als imperialer Herrscher

Kremlchef Putin in Moskau 2014: Historische Inszenierung als imperialer Herrscher

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REUTERS

Der Ausdruck »Putin-Versteher« hat sich zum Schmähwort für all jene entwickelt, die Verständnis oder gar Sympathie für die Politik des russischen Machthabers aufbringen. Dabei ist das Verstehen-Wollen nicht im apologetisch-mitfühlenden, sondern im analytischen Sinne zu Unrecht in Verruf geraten. Dieses Heft will russische Geschichte auf aktuellem Forschungsstand erzählen – und zugleich deutlich machen, wann und wie sie umgedeutet wurde. Durch Kremlchef Wladimir Putin, der Geschichte zur Waffe  gemacht hat, wie Historiker Klaus Gestwa schreibt. Aber der russische Präsident war damit nicht der Erste.

SPIEGEL GESCHICHTE 4/2026

Russland verstehen – Wie Putin die Geschichte umdeutet – und wie es wirklich war

Vor mehr als tausend Jahren entstand die Kyjiwer Rus, heute stilisiert Kremlchef Wladimir Putin das altslawische Reich zur Wiege eines »urrussischen« Volkes. SPIEGEL GESCHICHTE erzählt vom imperialen Streben Russlands seit dem Mittelalter – und davon, wie Putin mit Geschichtsklitterung seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine rechtfertigt.

Einst war es die fromme Polemik eines orthodoxen Mönchs , die das geistige Fundament für eine Erzählung vom »heiligen Russland« legte. Der junge Heerführer Alexander Newskij kann mittlerweile als russischer Universalheld  gelten. Und auch der Mythos um Donkosak Stenka Razin  trägt bis heute.

Putin selbst vereinnahmt für seine Zwecke vor allem frühere Herrscherinnen und Herrscher wie Fürstin Olga und ihren Enkel Wladimir , Iwan den Schrecklichen , Katharina die Große  und Peter den Großen . Die Historikerin Monica Rüthers und der Gewaltforscher Jörg Baberowski erklären im Interview , wie der Kremlchef dabei an alte russische Ordnungsvorstellungen anknüpft. Herrschaft, so sagen sie, legitimiere sich in Russland vor allem durch Angst vor Chaos.

Der Aufstieg Putins scheint deshalb vergleichbar mit dem eines modernen Zaren . Er ist geprägt durch seine Sozialisation als KGB-Mann in der Sowjetunion. Stalin ist ihm näher  als Lenin. Der Zweite Weltkrieg im aktuellen Konflikt mit der Ukraine  präsenter denn je.

Das Team von SPIEGEL GESCHICHTE wünscht Ihnen eine erhellende Lektüre.

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