Seinen 56. und letzten Geburtstag musste Adolf Hitler im Führerbunker feiern. Himmler, Göring, Goebbels – die gesamte Naziprominenz machte am 20. April 1945 dem »Führer« ihre Aufwartung. Die Alliierten lieferten den Soundtrack dazu: Als gelte es, das einzig passende Geburtstagsgeschenk für einen Diktator und Weltenzerstörer zu finden, bombardierten die Alliierten Berlin, von den frühen Morgenstunden bis spät in die Nacht. Mehr als tausend Flugzeuge griffen an jenem Tag die Hauptstadt an.
Im Frühjahr 1945 tobten in Europa die letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs. Von Westen rückten die Streitkräfte der USA, Frankreichs, Großbritanniens, Belgiens und anderer Verbündeter vor, von Osten die sowjetische Rote Armee. In dieser Serie blenden wir zurück in die Zeit vor 80 Jahren, vermitteln mit Texten, Fotos, Videos und Zeitzeugenberichten einen Eindruck davon, was damals geschah und wie unterschiedlich Menschen diese Zeit erlebten.
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Leiser und langsamer, aber nicht weniger wirkmächtig besiegelten die Westmächte und die Russen in den folgenden Tagen 150 Kilometer weiter südlich das Schicksal des Deutschen Reichs, so wie Dwight D. Eisenhower, der oberste Befehlshaber des Expeditionskorps, es angeordnet hatte: Sie teilten es entzwei, indem sie die Lücke zwischen Ost- und Westfront schlossen und zu einer gemeinsamen Kraft verschmolzen.
Am 25. April war es so weit. Die Armeen trafen sich an der Elbe. Ein Foto will von diesem historischen Moment erzählen, darauf zu sehen sind lächelnde GIs, einer der drei lässig mit Kippe zwischen den Lippen, es sieht aus, als stürmten sie auf die drei Rotarmisten zu, sie schütteln einander die Hände. Schauplatz: die Überreste der von der Wehrmacht in der Nacht vor dem Treffen gesprengten Elbbrücke im sächsischen Torgau. »Ein Bild, das die Welt nie vergessen wird«, titelte die britische Zeitung »News Chronicle«, »Yanks meet Reds«, hieß es in der US-Truppenzeitung.
Das Foto entpuppte sich allerdings als dreifache Mogelpackung. So fand der Erstkontakt der beiden Armeen gar nicht in Torgau statt, sondern etwa 30 Kilometer weiter südlich und einige Stunden früher. Auch wurde das Bild erst einen Tag nach dem eigentlichen Ereignis geschossen, von dem US-Fotografen Allan Jackson, der am 25. April noch gar nicht vor Ort war und es daher nachträglich inszenierte – und zwar mit ganz anderen Soldaten.
Darüber war zumindest im sowjetischen Generalstab aber wohl niemand böse, half das fröhliche Foto doch, das Grauen des echten Erstkontakts zu überstrahlen.
Es war ein US-Stoßtrupp unter Oberleutnant Albert Kotzebue, der am Vormittag des 25. April den Ort Strehla am Westufer der Elbe erreichte. Seine Mission: Sowjets finden und ein Treffen der höheren Dienstgrade verabreden. Die Wehrmacht hatte sich bereits zurückgezogen. Unter den Oberkommandos der Alliierten war ausgemacht, dass sich die Patrouillen farbiger Leuchtmunition bedienen, um einander zu erkennen, grüne für die Westler, rote, was sonst, für die Sowjets. »Treat them nicely«, gab man den amerikanischen Soldaten mit auf den Weg, behandelt sie freundlich.
US-Soldaten und Rotarmisten am Elbufer bei Torgau: »Treat them nicely«
In Strehla setzte Kotzebue mit drei Mann in einem Segelboot über – die Pontonbrücke hatten die Deutschen bei ihrem Abzug zerstört. Am Ostufer, auf den Elbwiesen von Lorenzkirch, erwarteten sie zwar, wie erhofft, die Russen. Aber auch: Leichen. Mehr als 200, in manchen Quellen bis zu 300 tote Frauen, Kinder, alte Menschen lagen zwischen Tierkadavern und zerschossenen Fuhrwerken – Flüchtlinge, die ins Feuer geraten waren, als die Rote Armee versuchte, der Wehrmacht die Pontonbrücke zu entreißen.
Ein Massaker an Zivilisten. Kein guter Ort fürs feierliche Rendezvous der Befreier. Kein passender Hintergrund für historische Fotos der vereinten Siegermächte. Also gab es kein Protokoll des Treffens, nur eine handschriftliche Notiz der Amerikaner: »first physical contact, Russian Army«.
Die Rotarmisten unter Oberstleutnant Alexander Gordejew schickten Kotzebue und seine Leute kurzerhand wieder zurück über den Fluss – um 13.30 Uhr gab es ein unverfänglicheres Date: in Kreinitz, einem Dorf eine halbe Elbschleife weiter nördlich. Diesmal setzte Kotzebue mit all seinen 35 Männern zu Gordejew über, und diesmal klappte es auch mit dem Protokoll – und der Freude über das historische Treffen: Es mündete in ein Wodkagelage, die Soldaten verbrüderten sich, tauschten Tabak, Feuerzeuge, Uniformknöpfe.
Sowjetisch-amerikanische Verbrüderung in Torgau: Der Erstkontakt der beiden Armeen fand woanders statt
Foto: Bill Allen / APTanzende Militärs an der Elbe: »In Kreinitz war schon Party«
Doch die Show sollten dem Trupp um Kotzebue amerikanische Kameraden stehlen. Leutnant William Robertson und seine Patrouille, die eigentlich einen völlig anderen Auftrag hatte – die Männer sollten nach Flüchtlingsströmen schauen. Informationen, die sie unterwegs über US-Kriegsgefangene in Torgau bekamen, änderten jedoch ihre Pläne. Nachmittags erreichten sie das Städtchen an der Elbe; da war in Kreinitz schon Party.
Grüne Leuchtraketen hatten die GIs offenbar nicht zur Hand, als am Ostufer rote in den Himmel schossen. Stattdessen besorgte Robertson in einer Drogerie rote und blaue Farbe und pinselte das Sternenbanner auf ein Bettlaken. Damit erklomm der Leutnant einen Turm des an der Elbe gelegenen Schlosses Hartenfels und ließ seine »home-made flag« von dort flattern. Die Sowjets fürchteten eine Falle und eröffneten das Feuer. Erst mithilfe eines russischen Offiziers aus einem Torgauer Wehrmachtsgefängnis ließen sie sich von der Identität und den guten Absichten der Amerikaner überzeugen.
Gegen 16 Uhr kraxelte Robertson mit zweien seiner Leute über die kaputte Elbbrücke gen Osten, ihm entgegen tappte Leutnant Alexander Silwaschko mit sowjetischen Kameraden. Die Männer begrüßten sich begeistert.
Am nächsten Tag arrangierte der eilends angereiste US-Fotograf Allan Jackson das Shooting auf der Brücke, wenn auch in falscher Besetzung. Die Kriegsberichterstatterin Ann Stringer recherchierte und brachte Jacksons Film und ihre eilends im Flugzeug geschriebene Reportage »Bravo Amerikanski« nach Paris ins US-Pressezentrum. Ihr Artikel und das Foto gingen um die Welt.
US-Kriegsberichterstatterin Stringer mit Offizieren beider Armeen beim Feiern des historischen Treffens: »Bravo Amerikanski«
Foto: APGeneral Eisenhower lud Bill Robertson nach Reims ins Hauptquartier ein, beförderte ihn und bekam die handbemalte US-Flagge aus Torgau überreicht. Auch ein Soldat aus Kotzebues Patrouille erlangte Berühmtheit: Joseph Polowsky aus Chicago, Sohn jüdischer Einwanderer aus Kyjiw, der nach dem Krieg dafür kämpfte, den 25. April zum »Weltfriedenstag« zu küren. Vergeblich, aber dafür gelang es ihm, ein Zeichen für die Völkerverständigung im Kalten Krieg zu setzen, als er seinen letzten Willen erfüllt bekam: Er starb im Jahr 1983, und Erich Honecker höchstpersönlich genehmigte Polowskys Bestattung auf dem evangelischen Friedhof in Torgau.
Chronik: Was in dieser Woche vor 80 Jahren passierte
Hitler feiert seinen 56. Geburtstag im Führerbunker.
US-Truppen nehmen Nürnberg ein, die »Stadt der Reichsparteitage«.
Sprengung des Hakenkreuzes auf dem Zeppelinfeld in Nürnberg
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Von der untergetauchten Jüdin über den US-Soldaten bis zum NS-Propagandaminister: Begleiten Sie mit uns sieben Menschen bis zum Kriegsende – in jeder Folge kommen vier von ihnen zu Wort.
Die Berliner Sekretärin Brigitte Eicke fürchtete sich am Tag von Hitlers Geburtstag besonders vor Angriffen auf ihre Heimatstadt: »Heute hat unser Führer Geburtstag, wir haben schon Angst vor dem heutigen Tag. Fliegeralarm von 1⁄2 10 –12 Uhr mittags, das war die Gratulation«, schrieb sie am 20. April.
In der Textilfirma, in der die 18-Jährige arbeitete, bereitete man sich darauf vor, alle Kleidungsstücke in Sicherheit zu bringen: »Bis 4 Uhr haben wir wieder schwer gearbeitet und eine Kette gebildet, auch die Sekretärinnen und Direktoren, alle haben wir Wäsche geschleppt«, so Eicke.
Am Ende des Arbeitstags verabschiedeten sich alle voneinander. Ihr Chef hielt eine kurze Ansprache und verbreitete Zuversicht: »Herr Dr. sagt, wenn wir uns auch in den nächsten Tagen nicht wiedersehen sollten, wir sollen vertrauen und keine Angst haben, der Führer macht ein Experiment und so ganz zum Schluss wendet sich doch alles noch zum Guten«, schrieb Eicke.
Die junge Frau war sich nicht sicher, ob sie den Optimismus ihres Vorgesetzten noch teilen kann. »Die Russen sind in Bernau. Jetzt zweifle ich wirklich bald an dem Sieg, es ist alles furchtbar«, so Eicke. »Und heute wollte ich noch so stark daran glauben.«
Sie machte sich auch Sorgen um ihren Freund Kurt und all die anderen »lieben Soldaten«. Doch bangte auch um ihr eigenes Leben. »In Weissensee brennt es ganz furchtbar, dort sollen schon die Russen sein. Ich habe solche Angst, lange leben wir ja auch nicht mehr, ich bestimmt nicht«, so Eicke am 21. April.
Positiv hob sie die Nachricht hervor, dass die NSDAP Maßnahmen zur Vertuschung der eigenen Tätigkeiten ergriffen habe: »Die Papiere und Listen auf der Partei sollen schon verbrannt worden sein, wurde heute erzählt, ein Glück«, so Eicke.
Die Mutter habe ihr das NSDAP-Parteiabzeichen vom Revers abgetrennt, berichtete die junge Frau, um bei der Ausgabe der streng rationierten Lebensmittel nicht leer auszugehen.
»Ich dummes Ding bin bis jetzt noch mit dem Bonbon auf der Brust rumgelaufen, bis Mutti das Abzeichen abgemacht und weggeworfen hat«, schrieb Eicke. Sie litt unter großer Angst vor der Zukunft und tat sich schwer, ihre Habseligkeiten auf ein Minimum zu reduzieren: »Mein Rucksack hat schon Umfang angenommen, ich finde immer wieder noch ein Stück, wovon ich mich nicht trennen kann, es ist schon wie ein Abschied«, schrieb sie am 22. April: »Vielleicht werden wir nach Russland verschleppt.«
Brigitte Eicke (1927–2016) begann 1942 als 15-Jährige mit ihren Stenografieaufzeichnungen. Die Sekretärin lebte gemeinsam mit Mutter und Hund in Berlin. 1945 arbeitete sie im Berliner Warenhaus der Bekleidungsgesellschaft, das vormals den Namen N. Israel trug, dann aber zwangsarisiert wurde.
Quelle: Brigitte: Backfisch im Bombenkrieg. Notizen in Steno, hrsg. von Barbara Felsmann, Annett Gröschner und Grischa Meyer, Matthes & Seitz 2013.
Statt auf dem Flakturm in Friedrichshain Dienst zu schieben, hatte sich Dieter Borkowski zum Kampf um Berlin gemeldet. Beklommen wartete der 16-Jährige auf seinen Einsatz. »Mit der Ortsgruppe Urban der NSDAP vom Stadtbezirk Kreuzberg liege ich in einem kleinen Bunker des Propagandaministeriums, der in die Dreifaltigkeitskirche am Wilhelmplatz hineingebaut wurde«, schrieb er am 20. April.
»Ich fühlte mich unter diesen alten Parteigenossen nicht wohl und finde es ekelhaft, dass viele von ihnen betrunken sind«, notierte Borkowski. Statt in die Schlacht zu ziehen, lauschten die Männer der Rede Goebbels’ zum »Führer«-Geburtstag.
»Man könnte meinen, der Minister glaubt noch an den Sieg«, schrieb der Teenager und zitierte einzelne Sätze aus der Rede. »Wer anders könnte die Richtung aus der Weltkrise weisen als der Führer? Sein Werk ist ein Werk der Ordnung! (…) Er ist Deutschlands tapferstes Herz und unseres Volkes glühendster Wille.«
Wenn Goebbels so optimistisch sei, so Borkowski, »dann muss unser Reich doch noch Siegeschancen haben«. Auch den kommenden Tag verbrachte Flakhelfer Borkowski im Bunker.
»Es besteht kein Zweifel mehr, die Rote Armee beschießt von den Vororten Berlins aus das Stadtzentrum«, schrieb er am 21. April. Als der junge Flakhelfer auf den Wilhelmplatz hinaustrat, entdeckte er eine lange Autokolonne vor den Ministerien in der Wilhelmstraße.
Er traf einen befreundeten Leutnant, der ihm erklärte, dass die vielen Autos den fliehenden Ministern gehörten. »Leutnant Keller ist darüber zornig, und auch ich finde empörend, dass unsere Führung derartig gemein handelt«, schrieb Borkowski:
»Warum sollen wir eigentlich noch kämpfen? Und für wen?«
Dieter Borkowski war im August 1944 als Luftwaffenhelfer zur Wehrmacht einberufen worden, der 16-Jährige erlebte das Kriegsende in Berlin. Sein Tagebuch rekonstruierte er nach dem Krieg aus dem Gedächtnis.
Quelle: Dieter Borkowski: »Wer weiß, ob wir uns wiedersehen: Erinnerungen an eine Berliner Jugend«, Fischer Verlag 1980.
Die angehende Ärztin und überzeugte Nationalsozialistin Wolfhilde von König war voller Sorge um Hitler. Am 20. April, dem Tag seines 56. Geburtstags, notierte die 19-Jährige: »In einer Zeit höchster Spannung denken wir an diesem Tag an ihn, der uns unerschütterlich und standhaft, gläubig und treu durch die harten Kriegsjahre geführt hat und auch weiterhin führen wird.«
Von König hoffte inständig, dass ihr Idol durchhalten würde: »Möge er seine Kraft und Gesundheit behalten, um allen Anfechtungen trotzen zu können.« Gleichzeitig war der im Krankenhaus tätigen jungen Frau klar, dass die Alliierten immer weiter vorrückten. »München wird mehr und mehr Frontstadt«, schrieb sie.
Am 21. April berichtete sie von einem Luftangriff, der Teile der Klinik zerstörte. »Um 11h Fliegeralarm. Kaum waren die Kranken im Keller, ging es auch schon los«, notierte von König. »Das Haus erbebte, selbst im Keller war die Erschütterung noch zu spüren. Männerbau IIII war vernichtend getroffen worden.«
So langsam kamen selbst dem Hitler-Groupie Zweifel: »Soll denn alles aus sein, alles an was wir geglaubt haben, für das wir gelebt haben. Sollen alle Opfer umsonst gewesen sein? Ich kann es nicht glauben«, schrieb sie. »Solange deutsche Menschen leben, werden sie sich wieder aufraffen und wieder von vorne beginnen?«
Wolfhilde von König (1925–1993), überzeugte Nationalsozialistin und angehende Ärztin aus München, arbeitete bei Kriegsende als Freiwillige in einem Krankenhaus.
Quelle: »Kriegstagebuch einer jungen Nationalsozialistin: Die Aufzeichnungen Wolfhilde von Königs«, herausgegeben von Sven Keller (»Schriftenreihe der Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte«, Band 11), De Gruyter 2015.
Das KZ Dachau stand kurz vor der Befreiung – der niederländische KZ-Häftling Nico Rost nahm wahr, dass das SS-Personal im Lager kontinuierlich weniger wurde: »Ich möchte gern wissen, wieviel SS noch hier ist? Einige hundert? Ein paar tausend?«, notierte er am 21. April.
»Keiner von uns weiß es genau – das einzige, was wir wohl wissen, ist, dass jede Nacht Hunderte Dachau verlassen. Aber es werden auf jeden Fall noch genug sein … um uns zu erledigen.«
Den 48-Jährigen trieb die Frage um, wie es nun weitergeht. »Evakuieren oder Nicht-Evakuieren – that’s the question«, schrieb er. »Eine Übergabe des Lagers an das Rote Kreuz?« Rost spielte verschiedene Möglichkeiten durch und kam zu dem Schluss: »Unsere einzige Aussicht auf Rettung – sind die Amerikaner. Kämen sie nur endlich – es wäre bei Gott Zeit!«
Voll Abscheu notierte Rost, dass die SS-Männer im KZ nun plötzlich »widerlich freundlich« auftreten würden. »Sie grüßen uns sogar und wundern sich – dass wir uns darüber wundern.«
Hektisch begann das KZ-Personal gegen Ende April damit, die Häftlinge zu evakuieren, um deren Befreiung durch die alliierten Truppen zu verhindern. Mindestens 25.000 Menschen aus dem Dachauer Lagersystem wurden auf Gewaltmärsche geschickt oder in Güterzügen abtransportiert. Mehrere Tausend Häftlinge starben.
Am Morgen des 24. April schrieb Rost: »Die Juden haben die ganze Nacht hindurch auf dem Appellplatz gestanden – also seit gestern Mittag um zwölf – und sind erst vor einer halben Stunde weggekommen. Die meisten waren so erschöpft, dass sie völlig entkräftet auf der Erde lagen, und die Russen von der Totenkammer haben bereits über sechzig – als Leichen – weggetragen.«
Bereits 1933 von den Nationalsozialisten ins KZ Oranienburg verschleppt, war der niederländische Kommunist und Schriftsteller Nicolaas Rost nach seiner erneuten Verhaftung erst im KZ Herzogenbusch und dann in Dachau interniert. Rost war im Lager als Pförtner und Läufer tätig, unter enormen Risiken führte er heimlich Tagebuch.
Quelle: Nico Rost: Goethe in Dachau: Ein Tagebuch. Ullstein 2000.
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