Grippe: Apotheker raten zur Impfung vor Karneval - DER SPIEGEL
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Gesundheit in Deutschland Apotheker raten zur Grippeimpfung vor Karneval

»Eine so heftige Infektionswelle zu Beginn eines Jahres hatten wir seit über fünf Jahren nicht mehr«: Die Vereinigung Deutscher Apothekerverbände schlägt Alarm – und empfiehlt, noch vor den Karnevalstagen aktiv zu werden.
Ein Kombi-Schnelltest auf Covid-19, Influenza und RSV
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Till Simon Nagel / picture alliance / dpa-tmn / dpa

Vor den Karnevalstagen rät die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda) zur Impfung gegen Grippe. »Eine so heftige Infektionswelle zu Beginn eines Jahres hatten wir seit über fünf Jahren nicht mehr«, sagte Abda-Präsident Thomas Preis der »Rheinischen Post«. »Und der Höhepunkt der fünften Jahreszeit liegt noch vor uns, der die Infektionszahlen bestimmt noch einmal nach oben treiben wird.«

Preis, der auch Präsident des Apothekerverbands Nordrhein ist, sagte weiter: »Da der Rosenmontag erst in zwei Wochen ist, ist es in dieser Woche noch möglich, durch eine Grippeimpfung bis zum Höhepunkt des rheinischen Karnevals einen optimalen Impfschutz aufgebaut zu haben.«

Zudem regte Preis eine Impfung gegen Grippe für Kinder an. »In diesem Jahr sind Schulkinder besonders stark durch Influenzainfektionen betroffen. Das hätte vermieden werden können, wenn die Ständige Impfkommission auch für Kinder standardmäßig eine Grippeschutzimpfung empfehlen würde.« Auch der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte spricht sich für Grippeimpfungen auch bei Kindern aus.

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Eine Grippeschutzimpfung wird in Deutschland unter anderem Menschen ab 60, Schwangeren, chronisch Kranken, Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen und Menschen mit erhöhtem beruflichem Risiko empfohlen.

Für eine Grippe typisch ist oft ein plötzlicher Erkrankungsbeginn mit Fieber, Muskel- oder Kopfschmerzen. »Häufig kommt etwas später ein trockener Reizhusten dazu«, wie das Robert Koch-Institut (RKI) erklärt. Übertragen wird die Grippe überwiegend über Tröpfchen, die beim Husten oder Niesen entstehen. Von einer Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen laut RKI durchschnittlich ein bis zwei Tage.

Die aktuelle Grippewelle hat nach Einschätzung des RKI am 30. Dezember begonnen. Mehr darüber, wie man sich jetzt vor einem Infekt schützen kann und ob sich eine Grippeimpfung überhaupt noch lohnt, erfahren Sie hier.

aar/dpa