Gigafactory Grünheide Abgelehnter Bewerber schickt Tesla Schweineaugen
Grünheide: In der Gigafactory Berlin-Brandenburg werden Fahrzeuge vom Typ Tesla Model Y bei der Endkontrolle überprüft
Foto: Patrick Pleul / dpaNach der Ablehnung seiner Bewerbung beim US-Elektroautobauer Tesla sah ein Mann aus Tuttlingen rot: Er kündigte unter anderem Sprengstoffanschläge auf die Großfabrik des Konzerns in Brandenburg an – und verschickte Schweineaugen an Tesla-Mitarbeiter. Das kommt den 41-Jährigen nun teuer zu stehen. Bereits im Juli hat ihm das Amtsgericht Tuttlingen eine Geldstrafe von 13.000 Euro auferlegt. Dagegen legte er Einspruch ein. Diesen hat das Amtsgericht bei der erneuten Verhandlung abgelehnt, wie eine Sprecherin am Dienstag mitteilte.
Der Mann hatte sich laut Gericht bereits 2022 bei mehreren Personalverantwortlichen des Autobauers beworben und eine Absage erhalten. Darauf schickte er dem Personalverantwortlichen ein kritisches Schreiben mit der gefälschten Unterschrift von Elon Musk, dem Vorstandsvorsitzenden der Tesla-Muttergesellschaft. Zudem kündigte er unter anderem bei der Polizei mehrfach Terror- und Bombenanschläge auf die Standorte von Tesla an. Der damalige Bundesverkehrsminister Volker Wissing, der die Gigafactory Berlin-Brandenburg an einem der betreffenden Tage besuchte, musste in Sicherheit gebracht werden.
An Tesla-Mitarbeiter in höheren Positionen und an verschiedene Tesla-Niederlassungen sowie mehrere weitere Adressaten verschickte der enttäuschte Bewerber per Post Schweineaugen. Die Augen kamen mitunter verwest an und stanken laut Gericht deshalb stark. Woher er die Augen hatte, war nicht bekannt.
Weil bei der Hauptverhandlung im Juli nur sein Anwalt erschien, erließ das Amtsgericht einen Strafbefehl mit einer Geldstrafe von 260 Tagessätzen zu je 50 Euro (insgesamt 13.000 Euro) gegen den Angeklagten. Der Mann legte Einspruch ein. Bei der Verhandlung am Morgen fehlte er jedoch wieder, worauf das Gericht den Einspruch verwarf.
Als SPIEGEL+-Abonnentin oder -Abonnent können Sie manager+ jetzt zum Vorteilspreis dazubuchen. Sie erhalten Zugang zu allen Inhalten von Harvard Business manager+ und manager magazin+: fundiertes Praxiswissen zu Führung, Strategie und Management sowie exklusive Einblicke in die deutsche Wirtschaft. Jetzt flexibel upgraden: Sichern Sie sich manager+ für nur 2 Euro pro Woche – das ideale Abo für alle, die ihre Karriere voranbringen wollen.