Spielzeugkonzern Mattels neueste Barbie leidet an Typ-1-Diabetes
Barbie mit Glukosemessgerät
Foto:Mattel
Mehr als 30.000 Kinder leiden allein in Deutschland unter Diabetes vom Typ 1 . Die Erkrankung ist nicht heilbar, für sie gehören Insulinspritzen zum Alltag, mehrmals täglich müssen sie ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren. Bei der Autoimmunerkrankung greift der Körper die Zellen in der Bauchspeicheldrüse an, die Insulin produzieren. Weil Insulin fehlt, steigt der Blutzuckerspiegel an, die Folge sind unbehandelt etwa unbändiger Durst oder Gewichtsverlust.
Dieser großen Gruppe an Menschen will die Spielzeugfirma Mattel nun Aufmerksamkeit verschaffen – und vielleicht hat sie sie nun auch als Markt entdeckt: Von nun an verkauft der Konzern eine Barbie-Puppe mit Typ-1-Diabetes. Zu den Attributen der Diabetes-Barbie gehören nach Mattel-Angaben unter anderem ein Glukosemessgerät, eine Insulinpumpe sowie eine »pastellblaue Handtasche, in der sie das Nötigste immer bei sich hat, zum Beispiel ihr Diabetes-Zubehör und Snacks für unterwegs«.
Eine Anspielung auf die Krankheit und den Umgang damit soll auch die Kleidung der neuen Barbie sein. Die blaue Farbe von Top und Rock mitsamt kreisrunder Prints seien eine Anspielung auf das global bekannte Diabetes-Symbol, heißt es weiter.
Mattel-Sprecherin Krista Berger bezeichnet die Puppe in dem Firmenstatement als einen »wichtigen Schritt«. Durch die Berücksichtigung von Krankheiten wie Typ-1-Diabetes sorge man dafür, »dass sich mehr Kinder in den Geschichten, die sie sich ausdenken, und in den Gegenständen, die sie lieben, wiederfinden können«.
Die Deutsche Diabetes-Hilfe bezeichnete die Darstellung der Puppe als »detailgetreu«. Dadurch könne »die Akzeptanz, Motivation und das Selbstvertrauen von Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes gestärkt werden«, wird Vorstandschef Jens Kröger in der Mitteilung zitiert. Aufklärung über Typ-1-Diabetes fange so quasi im Kinderzimmer an.