Bertelsmann: Taschenbücher sollen billiger werden - DER SPIEGEL
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Bertelsmann Taschenbücher sollen billiger werden

Mit Preissenkungen will die Bertelsmann-Tocher Random House ihren Absatz ankurbeln. Die Ankündigung ist brisant: In einem Kartellverfahren wird die Verlagsgruppe schon seit Wochen von der Konkurrenz beschuldigt, die Marktbedingungen bei Taschenbüchern zu diktieren.
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Hamburg - "Wir wollen vor allem die Taschenbücher wieder billiger machen, um mehr zu verkaufen", sagte Claudia Reiter, Marketing- und Vertriebschefin der Bertelsmann-Tochter Random House, gegenüber der "Financial Times Deutschland" auf der Frankfurter Buchmesse. "Wir haben registriert, dass die Verlage es in den letzten Jahren mit den Buchpreisen überzogen haben - das betrifft besonders das Taschenbuch." Es werde nun eine neue Preisstruktur entwickelt.

"Wir wollen nicht in eine Angststarre gegenüber der schwachen Konjunktur verfallen, sondern neue Märkte erschließen", sagte Tim Arnold, Sprecher der Random House Verlagsgruppe, in der 20 Einzelverlage zusammengeschlossen sind. Eine Möglichkeit sei es, bei der Preisgestaltung zu differenzieren.

Die Ankündigung des Marktführers ist brisant. Denn die Konkurrenz beschuldigt die Bertelsmann-Tochter seit Wochen in einem Kartellverfahren, die Marktbedingungen bei Taschenbüchern zu diktieren. Random House-Managerin Reiter begründet den Vorstoß damit, früher habe der Durchschnitts-Taschenbuchkäufer zwei bis drei Bücher mitgenommen, jetzt kaufe er nur noch eines. Daher habe Random House gerade "ein systematisches Pricing-Projekt aufgesetzt."

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