Time Warners Turner Broadcasting streicht 1475 Stellen - DER SPIEGEL
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Turner Broadcasting CNN-Mutterkonzern streicht 1475 Stellen

Der Stellenabbau in der Medienbranche geht weiter: In den USA streicht der Medienkonzern Turner Broadcasting System im großen Stil Jobs. Der zum Unternehmen gehörende Bezahlsender HBO sei davon aber nicht betroffen.
Der US-amerikanische Nachrichtensender CNN gehört zu dem Medien-Unternehmen Turner Broadcasting System.
Der US-amerikanische Nachrichtensender CNN gehört zu dem Medien-Unternehmen Turner Broadcasting System.

Der US-amerikanische Nachrichtensender CNN gehört zu dem Medien-Unternehmen Turner Broadcasting System.

Foto: David Goldman / AP
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Berlin/New York - Rund zehn Prozent von insgesamt etwa 14.000 Stellen weltweit werden gekürzt - das hat das US-Medienunternehmen Turner Broadcasting System am Montag bekannt gegeben.

Turner gehört als eigenständiges Unternehmen zu dem internationalen -Time Warner-Konzern. Zu den bekanntesten Sendern von Turner zählen neben dem Nachrichtensender CNN auch die Unterhaltungssender TNT, TBS und Cartoon Network.

Turner Broadcasting ist Time Warners umsatzstärkstes Tochterunternehmen: In der ersten Jahreshälfte lag der Umsatz bei 5,3 Milliarden US-Dollar (etwa 4,2 Milliarden Euro) und stieg damit um 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Kürzungen werden Mitarbeiter in den Bereichen Nachrichten, Unterhaltung, Kinder, Sport und Wirtschaft an 18 verschiedenen Standorten betreffen. In Atlanta, wo die Firma ihren Hauptsitz hat, ist mit künftig 975 Arbeitsplätzen weniger der größte Stellenabbau geplant.

150 neue Posten

Der Bezahlsender HBO, der ebenfalls zum Mutterkonzern Time Warner gehört und erfolgreiche Serien wie "Game of Thrones" und "Girls" zeigt, bleibt von der Kündigungswelle verschont.

Der Stellenabbau gehört zu einem Erneuerungsplan des Unternehmens, angesichts von sinkenden Zuschauerzahlen und veränderten Sehgewohnheiten. Man wolle sich in Zukunft auf die Programmgestaltung, technische Innovationen und die internationale Expansion konzentrieren, kündigte Turner Broadcasting an.

In den Bereichen Investition und Wachstum sollen 150 neue Posten geschaffen werden. Außerdem solle weiter in Live-Sportübertragungen investiert werden, eine der wenigen Programmsparten, die weiterhin viele Zuschauer anziehe, wie die "New York Times" meldete.

sib/dpa/AP