Zum Tod von Jane Lapotaire Die Shakespeare-Frau
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Die Schauspielerei sei für sie wichtiger als das Atmen, sagte sie einmal – und diese Leidenschaft vermittelte sie scheinbar mühelos auf der Bühne. Jane Lapotaire war eine der prägendsten Schauspielerinnen des britischen Theaters, Anfang 2026 erhielt sie die Auszeichnung CBE. Geboren wurde Lapotaire in Ipswich als Tochter einer französischen Teenagerin, deren Pflegemutter sich ihrer liebevoll annahm. An der Bristol Old Vic Theatre School erkannte sie, dass sie fürs Theater geschaffen war. Nach großen Rollen am National Theatre unter Laurence Olivier kam sie 1974 zur Royal Shakespeare Company (RSC), wo sie Ehrenmitglied werden sollte. Ihre samtene Stimme und ihre zierliche, doch kraftvolle Gestalt erweckten viele Rollen zum Leben. Besonders beeindruckend brachte sie die französische Sängerin Édith Piaf in dem Theaterstück »Piaf« von Pam Gems auf die Bühne. Damit gewann sie 1979 einen Olivier Award, 1981 folgte ein Tony Award. Bereits 1977 hatte sie als Marie Curie in der gleichnamigen BBC-Miniserie TV-Bekanntheit erlangt. Eine Hirnblutung brachte Lapotaire im Jahr 2000 für fast vier Wochen auf die Intensivstation. 2013 trat sie wieder mit der RSC auf. Sechs Jahre später war sie in »The Crown« Prinzessin Alice, die Mutter von Prinz Philip. Jane Lapotaire starb im Alter von 81 Jahren.