"Sex and the City 2": Wüste Selbstsuche im Orient
Box Office Sex and the Shrek
Hamburg/Los Angeles - Haben die Ladies von "Sex and the City" ihren Zenit überschritten? Zum zweiten Mal waren die Damen aus der Erfolgsserie im Kino zu sehen, diesmal stöckeln sie der Abwechslung willen durch den Wüstensand statt durch die New Yorker Großstadt. Geholfen hat's kaum: Der große Erfolg blieb aus, zumindest in den USA. Dort behauptete sich an einem insgesamt schwachen Wochenende weiterhin "Für immer Shrek" an der Spitze der Kinocharts.
"Sex and the City 2" brachte seit dem frühen Start am Donnerstag bis Sonntag 46,3 Millionen Dollar in die Kassen, berichtet das Branchenmagazin "Blickpunkt:Film". Einschließlich des zum Memorial-Day-Wochenende gehörenden Montags dürfte das Einspielergebnis noch etwas besser ausfallen, wird jedoch auch dann nicht an Teil eins (55,7 Millionen Dollar an drei Tagen) herankommen.
In Deutschland hingegen legten Carrie, Samantha, Miranda und Charlotte im Vergleich zu 2008 zu - natürlich nur in puncto Zuschauerzahlen: Seinerzeit waren rund 460.000 Kinogänger gekommen, zum Auftakt an diesem Wochenende waren es 595.000 plus mehr als 200.000 Besucher in den Previews am Mittwoch. Es hätte allerdings noch besser laufen können: Wegen des Eurovision Song Contest fielen die Kinozahlen am Samstag insgesamt schlechter aus als am Rest des Wochenendes.
Robin Hood und persischer Prinz im Unglück
Auf dem ersten Platz der US-amerikanischen Kinocharts landete der vierte Teil der "Shrek"-Reihe mit einem Umsatz von 43,3 Millionen Dollar am zweiten Wochenende. Jerry Bruckheimers 200 Millionen Dollar teure Videospielverfilmung "Prince of Persia - Der Sand der Zeit" startete in 3646 Kinos mit enttäuschenden 30,2 Millionen Dollar. Dahinter: Robert Downey Jr. in "Iron Man 2" (16 Millionen) und Russell Crowe als "Robin Hood" (10,3 Millionen).
In den deutschen Charts kommt nach "Sex and the City 2" lange nichts. Auf dem zweiten Platz: "Prince of Persia" mit 250.000 verkauften Karten, gefolgt von "Robin Hood" mit 130.000. Ridley Scotts Wiederbelebung des englischen Rächers hat damit bereits mehr als eine Million Zuschauer.
Auf Rang vier treibt weiterhin Serienmörder Freddy Krueger sein Unwesen: Das Horror-Remake "Nightmare on Elm Street" sahen 50.000 Besucher. Den fünften Platz teilen sich mehrere Filme, die jeweils rund 35.000 Zuschauer hatten: das deutsche Roadmovie "Vincent will meer", "Iron Man 2", der Animationshit "Drachenzähmen leicht gemacht" und die Nicholas-Sparks-Adaption "Mit dir an meiner Seite".