Christian Bale soll Dick Cheney in Biopic spielen - DER SPIEGEL
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Filmporträt Christian Bale soll Dick Cheney spielen

Er gilt als einer der mächtigsten und der bösesten Vizepräsidenten aller Zeiten: Dick Cheney. Nun will der Regisseur von "The Big Short" dessen Leben mit einer spektakulären Besetzung verfilmen.
Christian Bale in "The Big Short"
Christian Bale in "The Big Short"

Christian Bale in "The Big Short"

Foto: Paramount
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Bis vor Kurzem war Adam McKay noch für Komödien wie "Anchorman" bekannt, dann landete er mit der Finanzkrisen-Farce "The Big Short" einen Publikums- und Kritikerhit, der ihm schließlich sogar den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch einbrachte. Bei politischem Stoff scheint er nun bleiben zu wollen: Als nächstes Projekt steht Medienberichten zufolge ein Filmporträt des ehemaligen US-Vizepräsidenten Dick Cheney an.

Laut Branchendienst "Variety"  soll Christian Bale die Hauptrolle übernehmen. Auch für die Nebenrollen sind große Stars vorgesehen: Steve Carell, der wie Bale auch in "The Big Short" mitspielte, soll den ehemaligen Verteidigungsminister Donald Rumsfeld spielen. Als Cheneys Ehefrau Lynne ist Amy Adams im Gespräch. Wie schon bei "The Big Short" soll Brad Pitts Produktionsfirma Plan B koproduzieren. Plan B hat sich zuletzt als eine der erfolgreichsten US-Produktionsfirmen hervor getan und zwei Gewinner des Oscars für den besten Film verantwortet: "12 Years a Slave" und "Moonlight".

Der Mann hinter den Foltergefängnissen

Politisch ist McKay als links-liberal zu verorten, weshalb sein Film über Dick Cheney wenig schmeichelhaft ausfallen dürfte. Cheney, der zwei Amtsperioden lang als Vizepräsident unter George W. Bush diente, gilt als einer der mächtigsten Männer aller Zeiten auf diesem Posten. Ihm wird maßgeblicher Einfluss auf die Entscheidungen zugesprochen, die USA in die Kriege in Irak und Afghanistan ziehen sowie die CIA ihr Netzwerk aus geheimen Gefängnissen, in denen systematisch gefoltert wird, aufbauen zu lassen.

Cheney hatte zudem Kabinettsposten unter den Präsidenten Nixon, Ford und George Bush inne. Während der Clinton-Jahre arbeitete er als CEO beim Rüstungskonzern Halliburton. Als er sein Amt als Vizepräsident an Joe Biden abtrat, galt er mit einer Zustimmungsrate von nur 13 Prozent als einer der unbeliebtesten Politiker aller Zeiten.

Von McKay ist als Nächstes der Fernsehfilm "Succession" über eine dysfunktionale Mediendynastie mit Matthew Mcfadyen zu sehen. Sein Film "Bad Blood" über das skandalöse Bluttest-Unternehmen Theranos, dessen Gründerin Elizabeth Holmes so tief stürzte, scheint dagegen über das Entwicklungsstadium noch nicht hinausgekommen zu sein. Jennifer Lawrence ist allerdings weiterhin als Darstellerin von Holmes vorgesehen.

hpi