Krebs Sir Alec Guinness ist tot
London - Guinness erlag bereits am Samstagabend in einem Krankenhaus in Midhurst in Westsussex seinem langjährigen Krebsleiden, bestätigte seine Sprecherin am Montagmorgen. Vor zwei Monaten hatte Guinness noch einen Gedenkgottesdienst für den im Mai gestorbenen Shakespeare- Schauspieler Sir John Gielgud besucht, dem er seine ersten großen Theaterrollen verdankte. Am vergangenen Donnerstag war er ins Krankenhaus gekommen. Er sei "sehr friedlich gestorben", sagte seine Sprecherin.
Neben Gielgud und Sir Laurence Olivier galt Guinness lange als größter britischer Schauspieler. Seine Film- und Bühnenkarriere umfasste 60 Jahre. Für seine Rolle als Colonel in dem Film "Die Brücke am Kwai" wurde er 1957 mit dem Oscar ausgezeichnet. 1980 folgte ein Ehrenoscar für sein Gesamtwerk. Zu den größten Filmerfolgen gehörten "Adel verpflichtet" (1950) und "Ladykillers" (1955). 1959 wurde Guinness geadelt.
Spätere Generationen kannten ihn als Obiwan Kenobi aus "Krieg der Sterne", eine Rolle, die er allerdings nur des Geldes wegen angenommen hatte. Alle Briefe von Star-Wars-Fans warf er nach eigenen Angaben ungeöffnet weg. Dem Fernsehpublikum bleibt Guinness als Meisterspion Smiley in zwei John-Le-Carre-Verfilmungen in Erinnerung.