+++ Oscars 2025 im Minutenprotokoll +++ Mikey Madison gewinnt überraschend Oscar als beste Hauptdarstellerin
Der Film »Anora« ist der Gewinner des Oscarabends. Der beste Hauptdarsteller verschenkt sein Kaugummi. Halle Berry überrumpelt mit einem Rachekuss. Und: Standing Ovations für echte Helden. Die Academy Awards zum Nachlesen.
Von
Andreas Borcholte,
Aleksandra Janevska,
Jonas Leppin,
Hannah Pilarczyk,
Sven Scharf,
Kim Staudt und
Solveig Eichner (Fotos) (Fotos)
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Das war es dann jetzt wirklich vom SPIEGEL-Livekommentar zu den Oscars 2025. Es hat mal wieder Spaß gemacht. Liebe Leserinnen und Leser, ich hoffe, Sie haben sich gut unterhalten gefühlt und dass Sie noch ein paar Stunden schlafen können, bevor Sie in den Tag starten müssen. Gute Nacht und auf Wiederlesen!
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Sollten Sie wirklich bis hierhin durchgehalten haben, liebe Leserinnen und Leser, haben Sie einen ganz eigenen Preis verdient! Auch von mir: Bye und bis zum nächsten Mal!
🏆
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Was Sean Baker möglicherweise unerwähnt ließ, nutzte Moderator Conan O'Brien als Steilvorlage. Den Erfolg von »Anora« kommentierte O'Brien zwischenzeitlich so: »I guess Americans are excited to see somebody finally stand up to a powerful Russian« (in etwa: Ich denke, Amerikaner freuen sich, wenn endlich jemand einem mächtigen Russen die Stirn bietet).
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Auch von mir ein herzliches Dankeschön fürs Mitlesen und Interesse. Bis zur nächsten Oscar-Sause dann also. Gute Nacht!
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Um aus einer Filmreihe zu zitieren, die, soweit ich weiß, nie einen Oscar gewonnen hat: Ich bin zu alt für die Schei ...
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Ich sage auch auf Wiedersehen. Guten Morgen, Deutschland! Und in die USA: Good Night, and Good Luck!
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So, im Netz werden schon die Looks für die Oscar-Afterpartys geteilt. Unsere Afterparty müssen wir noch mal verschieben, wir gehen jetzt schlafen. Das hat Spaß gemacht, vielen Dank für das Interesse!
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Wir bedanken uns auch bei unseren Eltern, äh, für das Interesse und wünschen eine wunderbare Restnacht!
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Hannah, bei euch beiden nennt man das nach mehr als 20 Jahren EXPERTISE!
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Wir, Andreas, lagen auch nicht schlecht: »Flow«, »No Other Land«, Zoe Saldaña, Kieran Culkin, Daniel Blumberg – ziemlich gut herumorakelt!
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Kim, füll mal meinen nächsten Lottoschein aus, bitte.
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Ich freu mich sehr, denn meine Favoritinnen und Favoriten haben sich durchgesetzt. Ich erinnere an meinen Post von 23.38 Uhr:
bester Film: »Anora«
bester Film: »Anora«
beste Regie: Sean Baker
bester Hauptdarsteller: Adrien Brody
beste Hauptdarstellerin: Mikey Madison
bestes adaptiertes Drehbuch: »Konklave«
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Sean Baker hat – wie die meisten US-amerikanischen Gewinnerinnen und Gewinner – kein einziges Wort zur politischen Situation in den USA verloren. Wozu macht man Independent-Filme, wenn man sich damit nicht die Freiheit nimmt, auch Unbequemes sagen zu können? Davon unabhängig finde ich den Film eher schwierig: Die Oligarchen-Thematik dreht er auf witzig. Und in diesen Zeiten russische Schauspieler zu beschäftigen, die weiterhin in Russland arbeiten, als wäre nichts passiert – passt erschreckend gut zu den aktuellen Verwerfungen unter Trump und Vance.
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Worüber wir auch noch nicht gesprochen haben: »Anora« war unter den Nomierungen als bester Film die Produktion mit dem geringsten Budget: sechs Millionen Dollar.
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Für mich persönlich ist »Anora« die Überraschung des Abends. Und dann auch wieder nicht. Er verbindet auf selten erlebte sensible Art und Weise die Themen Sexarbeit, Politik, Brutalität, junges Erwachsensein. Gefreut hat mich, dass am Ende Co-Produzentin Samantha Quan eine kurze Rede gehalten hat, ihr Einfluss dürfte wesentlich gewesen sein. Weniger überrascht wäre ich über »The Brutalist« als bester Film gewesen. Aber gönne der »Anora«-Crew den Sieg!
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Für mich war es ein runder Abend. Verdiente Siegerinnen und Sieger, ein paar gute Witze und ich habe zum ersten Mal seit den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang wieder Red Bull getrunken. Einzig, dass Demi Moore keinen Oscar gewonnen hat, finde ich schade.
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»Anora« ist ein total würdiger Oscargewinner und keinesfalls eine Verlegenheitslösung oder ein Konsenskandidat. Und ja, Hannah, ich hätte James Mangold. Timothée Chalamet, Edward Norton und allen anderen, die »Like a Complete Unknown« so gut gemacht haben, auch mindestens einen Oscar gegönnt.
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Schade, dass »Like A Complete Unknown« nichts gewonnen hat. Ich hätte dem Film mindestens einen Preis gegönnt.
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It's a Wrap! Andreas, Hannah, was sagt ihr?
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Hier unsere Meldung zu den Oscars 2025 – inklusive allen Gewinnerinnen und Gewinnern.
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»Oh wow«, sagt der supercoole Sean Baker als Erstes – und grüßt dann mitten in Hollywood erst mal New York. Ich hatte ganz kurz noch Schnappatmung, ob vielleicht doch noch »Wicked« gewinnt. Zum Glück nicht!
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Diese Filme haben bei den 97. Oscars die meisten Preise gewonnen
»Anora«: 5
»The Brutalist«: 3
»Dune: Part Two«: 2
»Emilia Pérez«: 2
»Wicked«: 2
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Bester Film: »Anora«
Natürlich: »Anora« wird als bester Film 2025 ausgezeichnet. Was für ein Triumph für Sean Baker und sein Team!

Foto: Kevin Winter / Getty Images
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Ein letztes Update: Die meisten Oscars
Diese Filme haben bisher die meisten Oscars gewonnen und sind alle in der Kategorie »Bester Film« nominiert.
»Anora«: 4
»The Brutalist«: 3
»Dune: Part Two«: 2
»Emilia Pérez«: 2
»Wicked«: 2
»The Brutalist«: 3
»Dune: Part Two«: 2
»Emilia Pérez«: 2
»Wicked«: 2
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So, jetzt also der Oscar für den besten Film! In diesem Oscarjahrgang ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei: Der vielschichtige Bodyhorror von »The Substance« dürfte Hardcore-Cineasten ebenso begeistern wie das sperrige, urgewaltige Epos »Der Brutalist« und das transformative Musical »Emilia Pérez«. Aber auch Publikumsmagneten wie »Like a Complete Unknown«, »Wicked« und »Konklave« sind im Rennen. Am Ende vereint nur ein Film aus dieser Auswahl beides – und damit alles, was ein Oscargewinner braucht. »Anora« erzählt eine Lovestory ebenso wie eine Actionkomödie, ein Sozialdrama ebenso wie eine weibliche Empowerment-Geschichte. Pures Kino halt. Und wem das nicht reicht: Die Statistik sagt, dass die Preise der Regie- und Produzentengilde Hollywoods, also DGA und PGA, zu den sichersten Indikatoren für einen Oscarsieg gehören – »Anora« gewann beide Awards. In den vergangenen 15 Jahren waren PGA- und Oscargewinner zwölfmal identisch, 13 von 15 DGA-Siegern bekamen am Ende auch den Regie-Oscar. Aber wie wir gerade gesehen haben, bleibt es natürlich spannend bis zum Schluss.
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