Jürgen Habermas: »Mein letztes Motiv ist die befreiende Kraft des Wortes« - DER SPIEGEL
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Jürgen Habermas' Leben in Bildern »Mein letztes Motiv ist die befreiende Kraft des Wortes«

In Parlamenten, Hörsälen, den Untiefen der Feuilleton-Debatten: Jürgen Habermas glaubte an die Kraft des besseren Arguments und prägte die geistige Entwicklung der Bundesrepublik. Ein Rückblick in Bildern.
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Der 34-jährige Habermas wurde 1964 Professor für Philosophie und Soziologie an der Universität Frankfurt – genau, als die Studentenbewegung sich bildete. Obwohl er viele Anliegen der Studenten teilte, geriet er auch immer wieder mit ihren radikalen Führern aneinander. Das Foto entstand im Januar 1969 im philosophischen Seminar.

Foto: Max Scheler / SZ Photo
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Im August 1969 starb der große Vordenker der Frankfurter Schule, Theodor W. Adorno. Habermas ist ganz hinten rechts zu sehen, im Vordergrund gehen Ludwig von Friedeburg (links) und Max Horkheimer (rechts).

Foto: AP
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Anfang der Siebzigerjahre verließ Habermas Frankfurt in Richtung des vergleichsweise beschaulichen Starnberger Sees, von wo aus er aber immer wieder in zeitgeschichtliche Debatten eingriff.

Foto: Roland Witschel / dpa
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In den Achtzigerjahren spielte Habermas (hier bei einer Preisverleihung 1985 in München) eine zentrale Rolle im sogenannten Historikerstreit, in dem er einer von ihm befürchteten Relativierung der deutschen Schuld entgegentrat.

Foto: Karl-Heinz Egginger / SZ Photo / picture alliance
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Im Jahr 1983 kehrte er nach Frankfurt zurück, wo er bis zu seiner Emeritierung 1994 erneut einen Lehrstuhl für Philosophie übernahm. Während seines ganzen Lebens sammelte er Preise und Auszeichnungen, wie hier in Harvard, wo er 2001 einen Ehrentitel erhielt.

Foto: Darren McCollester / Getty Images
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In den Folgejahren meldete er sich immer wieder zu aktuellen Themen wie dem Kosovokrieg, der Eugenik oder der Hirnforschung zu Wort. Hier erhält er für sein Engagement vom spanischen Kronprinzen Felipe den oft als »spanischen Nobelpreis« bezeichneten Prinz-von-Asturien-Preis.

Foto: Felix Ausin Ordonez / REUTERS
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Seine angeborene Gaumenspalte verlieh Habermas eine ganz eigene Diktion, ein Markenzeichen, das sein Publikum zum Hinhören zwang. Hier zum Beispiel bei der SPD 2007 in Berlin. In seinem letzten Buch schrieb er: »Mein letztes Motiv ist, wenn Sie so wollen, die befreiende Kraft des Wortes.«

Foto: Seeliger Jürgen / IMAGO
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Zur SPD hatte Habermas immer eine gewisse Affinität, auch wenn er sie oft genug auf Schärfste kritisierte. Hier sitzt er neben dem damaligen Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel auf einer Klausurtagung in Potsdam 2014.

Foto: Bleicker / Caro / picture alliance
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Zurück an der alten Wirkungsstätte: Jürgen Habermas 2019 auf dem Westend-Campus der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er war schon 1994 wieder nach Starnberg gezogen, wo er am 14. März 2026 starb.

Foto: Jürgen Bauer / SZ Photo
mbo

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