Fritz Puppel ist tot: City-Bandgründer mit 79 Jahren gestorben - DER SPIEGEL
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Legendäre Ost-Band City-Bandgründer Fritz Puppel ist tot

Vor über 50 Jahren rief Fritz Puppel mit City eine der wichtigsten DDR-Bands ins Leben. Songs wie »Am Fenster« oder »Wand an Wand« prägten das Lebensgefühl der Ostdeutschen. Nun ist der Gitarrist und Komponist mit 79 Jahren gestorben.
Fritz Puppel (1944 - 2024)
Fritz Puppel (1944 - 2024)

Fritz Puppel (1944 - 2024)

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Andreas Weihs / IMAGO

City gilt als eine der wichtigsten Rockgruppen der DDR. Fritz Puppel hatte sie 1972 in Ost-Berlin gegründet. Nun wurde bekannt, dass der Gitarrist bereits am 10. Februar unerwartet im Alter von 79 Jahren gestorben ist. Das teilte City-Sänger Toni Krahl am Donnerstag mit.

»Uns fehlen die Worte, und wir sind fassungslos, verlieren wir doch unseren über fünf Jahrzehnte langen Freund und Mitstreiter«, sagte Krahl der Nachrichtenagentur dpa. »Und überhaupt fehlt der deutschen Musikwelt somit ein weiterer kreativer Kopf, der mit seiner Kunst, mit seinen Songs unser aller Leben bereichert und Millionen Menschen berührt hat.«

City hatte nicht nur viele Fans in der DDR, sondern auch im nicht-sozialistischen Ausland – etwa durch den Hit »Am Fenster«. Einige Jahre nach dem Mauerfall setzte sich der Erfolg der Berliner fort. In der Bandgeschichte gab es unterschiedliche Besetzungen, doch Puppel war immer dabei.

Der Kollege habe die Band 50 Jahre lang durch Höhen und Tiefen geführt, bis zum Abschiedskonzert am 30. Dezember 2022, sagte Krahl. Und: »Er hat seine eigene Persönlichkeit, frei von musikantischen Eitelkeiten, immer hinten angestellt und war beseelt von der Idee, City als Band zu kreieren.«

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Als Jugendlicher absolvierte Puppel eine Lehre als Werkzeugmacher, aber schon 1963 gründete er mit dem späteren Puhdys-Sänger Dieter Birr seine erste Band: die Lunics. Als beide wenig später zur Armee einberufen wurden, mussten sie die Band auflösen.

Am 3. Februar 1972 spielte City in einem Klub in Berlin-Köpenick vor etwa 200 Zuhörern eines ihrer ersten Konzerte. Im Repertoire: Lieder von Santana, den Rolling Stones und Jimi Hendrix. Später komponierten die Musiker eigene Songs – auf Deutsch. Ob »Der King vom Prenzlauer Berg«, »Wand an Wand« oder »Glastraum«: Viele Texte bewegten sich am Rande des in der DDR Erlaubten.

Nach dem Mauerfall gab es einen Karriereknick, doch nach wenigen Jahren kehrten die Fans zurück, die Band füllte wieder große Hallen, und fast jährlich erschien ein neues Album. Nach dem Tod von Schlagzeuger Klaus Selmke 2020 beschlossen die verbliebenen vier Bandmitglieder für Ende 2022 die Auflösung von City.

cbu/dpa

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