"Grabschändung" Roy-Black-Musical nach heftiger Kritik überarbeitet
Augsburg - Die Vorstellung am Mittwoch, dem Tag nach der Premiere, war dazu kurzfristig abgesagt worden. "Bei der Uraufführung hatten wir unglaubliche technische Probleme", erklärte der Leiter des Musicals, Oswald Kneip, am Donnerstag. Inzwischen seien die Tonanlage ausgewechselt und die Beleuchtung verbessert worden. Außerdem wurde das Stück um 20 Minuten gekürzt. Am Donnerstagabend sollte "Ganz in Weiß" wieder aufgeführt werden.
Die teilweise vernichtende Kritik an dem Schlagermusical ließ Kneip nicht gelten. "Ich habe wahnsinnig viele positive Stimmen gehört." Manche enttäuschte Fans hatten den Saal in der Augsburger Kongresshalle am Dienstagabend hingegen schon vor dem Schluss verlassen. Ein Kritiker bezeichnete das Musical als "Grabschändung ersten Ranges".
Die Probleme sind nach Angaben von Kneip auch darauf zurückzuführen, dass die Darsteller erst einen Tag vor der Premiere in Augsburg proben konnten. Vorher hatten sie in Berlin geprobt. "Die Zeit hat einfach nicht gereicht", sagte Kneip. Der oft blechern klingende Gesang des Hauptdarstellers Claudio Maniscalco habe nur an der schlechten Tonanlage gelegen. "Er hat sich die Seele aus dem Leib gesungen. Aber das war alles verzerrt."
Die Zuschauer erhielten für die ausgefallene Aufführung am Mittwoch Ersatzkarten. Das Musical soll noch bis zum 12. Mai in Augsburg gezeigt werden. Danach ist eine Tournee durch mehrere Großstädte geplant.