68. Grammy Awards Bad Bunny gewinnt Album des Jahres
Eine Woche vor seinem Auftritt beim Super Bowl wurde Sänger Bad Bunny mit einem der wichtigsten Musikpreise ausgezeichnet. Kendrick Lamar hat mal wieder abgeräumt. Und: Stars wurden politisch. Die Grammys im Livekommentar.
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Die Preisträgerinnen und Preisträger im Überblick
Bestes Rap-Album: »GNX« – Kendrick Lamar
Best New Artist: Olivia Dean
Best New Artist: Olivia Dean
Bestes Música Urbana Album: »DeBÍ TiRAR MáS FOToS« – Bad Bunny
Bestes Contemporary Country Album: »Beautifully Broken« – Jelly Roll
Bestes Pop-Vocal-Album: »MAYHEM« – Lady Gaga
Beste Pop-Solo-Performance: »Messy« – Lola Young
Song des Jahres: »WILDFLOWER« (Billie Eilish) – Billie Eilish und Finneas O'Connell (Songwriter)
Aufnahme des Jahres: »luther« – Kendrick Lamar mit SZA
Album des Jahres: »DeBÍ TiRAR MáS FOToS« – Bad Bunny
Bestes Contemporary Country Album: »Beautifully Broken« – Jelly Roll
Bestes Pop-Vocal-Album: »MAYHEM« – Lady Gaga
Beste Pop-Solo-Performance: »Messy« – Lola Young
Song des Jahres: »WILDFLOWER« (Billie Eilish) – Billie Eilish und Finneas O'Connell (Songwriter)
Aufnahme des Jahres: »luther« – Kendrick Lamar mit SZA
Album des Jahres: »DeBÍ TiRAR MáS FOToS« – Bad Bunny
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Über der Redaktion in Hamburg geht bald die Sonne auf und für uns endet diese aufregende Grammy-Nacht damit. Danke an Sie, liebe Leserinnen und Leser, dass Sie mit uns wach geblieben sind oder diesen Livekommentar nun bei einer Tasse Kaffee in Ruhe nachlesen. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr!

Foto: Michael Weber / imageBROKER / picture alliance
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Was bleibt von den Grammys 2026? Eine Schnellanalyse
- Politischer Protest zieht sich durch die diesjährigen Grammys. Musikerinnen wie Joni Mitchell, Carole King und Kehlani tragen ihre »ICE OUT«-Buttons zur Schau, Bad Bunny spricht die Worte auf der Bühne aus und gibt damit einen Vorgeschmack auf seine Super-Bowl-Halbzeitshow in einer Woche, die – nach Trumps Kritik an dem puerto-ricanischen Musiker – verspricht, ebenfalls politisch durchtränkt zu sein. Die beste Newcomerin Olivia Dean betont in ihrer Dankesrede, dass sie die Enkelin von Einwanderern sei. »Fuck ICE, das ist alles, was ich sagen will«, sagt Billie Eilish. Niemand sei illegal auf gestohlenem Land.
- Der politische Aspekt zeigt sich auf die subtilere Art auch an den ausgezeichneten Werken: Lady Gagas »Mayhem« (bestes Pop-Vocal-Album), Bad Bunnys »Debí Tirar Más Fotos« (bestes Album und bestes Música-Urbana-Album) und Kendrick Lamars »GNX« (bestes Rap-Album) versinnbildlichen allesamt Vielschichtigkeit. Lola Young gewinnt den Preis für die beste Pop-Solo-Performance mit einem Song, der ihre Andersartigkeit thematisiert (»Messy«). Ein Gewinnerthema im Jahr 2026 ist also Diversität.
- Die deutet sich auch in einem nationale oder sprachliche Grenzen überschreitenden Sinne an: K-Pop holt seinen ersten Grammy (»Golden« aus dem Animationsfilm »KPop Demon Hunters«). Und Bad Bunny, spanischsprachiger Weltstar, räumt ab. Er wird so sehr von Moderator Trevor Noah hofiert wie kein anderer Gast der Gala.
- Anders als bei den Grammys im vergangenen Jahr fehlen diesmal einige bestimmende Frauen des Pop: Weder Beyoncé noch Taylor Swift waren nominiert. Aber der bestimmende Mann der letztjährigen Grammys ist derselbe: Kendrick Lamar wiederholt seine 2025er-Grammy-Siegesstrecke, als er popkulturell das Jahr mit seinem Drake-Diss-Track dominiert hat. Er gewinnt, wie im vergangenen Jahr, die meisten Grammys (jeweils fünf) und wird damit zum am häufigsten ausgezeichneten Rapper in der Geschichte der Grammys. Es ist aber auch der langweiligste Teil einer ansonsten kurzweiligen Show.
- Was bleibt im Gedächtnis? Weniger die lauten Performances als die vulnerablen, die in sich gekehrt wirkenden Momente: Lola Young sitzt am Klavier, sichtlich bewegt, dass sie jetzt nach einem Zusammenbruch und einer darauffolgenden Live-Pause wieder performt. Und Justin Bieber tritt gleich nur in Unterhose und Socken auf, als wäre die Crypto.com Arena in Los Angeles sein Schlafzimmer. Bad Bunny nimmt sich erst mal Zeit für seine Tränen, als ihm – zu Recht – der Preis für das beste Album verliehen wird. Diese Fragilität tut gut, nach so viel Brutalität.
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Und, Jurek, was nimmst du von heute mit?
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Als Ohrwurm bleibt bei mir trotzdem: A-PA-TE-PA-TE A-PA-TE-PA-TE A-PA-TE-PA-TE
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Ich nehme von diesen Grammys tolle Perfomances mit und freue mich besonders für Olivia Dean, Lola Young, Lady Gaga und Bad Bunny. »DtMF« ist vor mehr als einem Jahr veröffentlicht worden und ich höre es noch immer sehr gern. Nach heute Nacht freue mich nun umso mehr auf den Super Bowl nächste Woche.
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Für mich bleibt Bad Bunny als einer der großen Gewinner des Abends, mit toller Musik und starker Message. Ich bin dankbar, dass er die Bühne genutzt hat. Genauso Olivia Dean und Billie Eilish.

Foto: Kevin Mazur / The Recording Academy / Getty Images
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Das waren die Grammys 2026. Was bleibt, Charlotte und Kim?
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Verdienter Gewinner! Wirklich ein starkes Album!
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»Puerto Rico« – Bad Bunny richtet sich in seiner Dankesrede zunächst an seine Heimat. Er möchte den Preis allen Menschen widmen, sagt er weiter, die ihr Land verlassen haben, um etwa ihren Träumen zu folgen.
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Seine Rede hält er auf Spanisch.
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Bad Bunny sitzt einfach nur da, als der Award angekündigt wird, und scheint zu weinen. Er nimmt sich Zeit.

Foto: Jens Ressing / DER SPIEGEL
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Bad Bunny gewinnt Album des Jahres
Der Grammy für das beste Album geht für »DeBÍ TiRAR MáS FOToS« an Bad Bunny.

Foto: Chris Pizzello / Invision / AP
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Beim Album des Jahres, das als Nächstes folgt, sehe ich vor allem drei Anwärter: Lady Gaga, Bad Bunny und, surprise, Kendrick Lamar. Alle drei Alben stechen heraus, wobei Bad Bunny aus meiner Sicht die Favoriten-Shortlist anführt.
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Und da ist Harry Styles, einer der Popstars der Minute. Der 31-jährige Brite hat selber schon drei Grammys im Regal stehen, unter anderem den für das beste Album des Jahres 2023, »Harry’s House« (auf jeden Fall ein sehr gutes Album) – den Award präsentiert er nun.

Foto: Chris Pizzello / Invision / AP
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Als nächstes können wir uns auf Harry Styles freuen, der den Preis für das Album des Jahres präsentieren wird.
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Nun tritt Pharrell Williams gemeinsam mit Clipse auf. Sie performen »So Far Ahead«. Die beiden Brüder sind mit »Let God Sort Em Out« auch für Album des Jahres nominiert.

Foto: Frazer Harrison / Getty Images
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Im Hintergrund auf der Bühne übrigens einige Größen des Musikbusiness: Jack Antonoff, der von 2022 bis 2024 Produzent des Jahres bei den Grammys war. Und Kamasi Washington, Ausnahme-Jazz-Talent.
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Ich hatte gehofft, dass Chappell Roan mit »The Subway« noch etwas gewinnt. Aber die Konkurrenz in dieser Kategorie war schon stark.
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Es ist eben Kendrick's world, wie wir hier schon mehrfach feststellen durften. Guter Song, aber ich finde die Entscheidung etwas booooring.
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Kendrick Lamar und SZA gewinnen Aufnahme des Jahres
Der Grammy für die Aufnahme des Jahres geht für »luther« an Kendrick Lamar und SZA.

Foto: Frazer Harrison / Getty Images
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Zwei mögliche Gewinner der Kategorie »Aufnahme des Jahres«, die jetzt vergeben wird, wären aus meiner Sicht besonders: Die erste Möglichkeit wäre eine Art Premiere, die zweite eine Art Comeback.
Möglichkeit 1: Wenn »APT.« vom immer irgendwie anwesenden Bruno Mars und Blackpink-Mitglied Rosé mit dem Preis ausgezeichnet werden sollte, dann wäre das auch ein Gewinn für K-Pop.
Möglichkeit 2: Wenn Deochii mit »Anxiety« den Preis kriegt, dann gewinnt ein Song, der auf »Somebody That I Used to Know« von Gotye (wir erinnern uns: der dünne Mann mit dem großen Mund) fußt – jener Herzschmerz-Hit wurde 2013 bereits in derselben Kategorie ausgezeichnet.
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Wow: Cher präsentiert jetzt den Preis für die Aufnahme des Jahres.
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Sie blickt auf 60 Jahre Karriere zurück, auf Höhen und Tiefen – und bemerkt, sie sei die erste Künstlerin gewesen, die Autotune verwendet habe.
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Du sagst es, Jurek. So kündigt er nun auch Überraschungsgast Cher an. Sie erhält den Lifetime Achievement Grammy 2026!

Foto: Frazer Harrison / Getty Images
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Mit Material von Agenturen

