MTV Video Music Awards Taylor Swift bekommt die meisten Preise – und spezielle Kamera-Beobachtung
Taylor Swift mit der MTV-Mondperson: Video des Jahres für »Anti-Hero«
Foto:Charles Sykes / dpa
US-Sängerin Taylor Swift (»Anti-Hero«) hat bei der Verleihung der MTV Video Music Awards (VMA) die begehrte Trophäe für das Video des Jahres gewonnen. In der Topsparte setzte sich die 33-Jährige unter anderem gegen Miley Cyrus (»Flowers«), Nicki Minaj (»Super Freaky Girl«) und die Deutsche Kim Petras durch, die gemeinsam mit dem Briten Sam Smith für »Unholy« nominiert war.
Swift räumte weitere Preise ab, darunter in den Sparten Song des Jahres und Beste Regie. Insgesamt wurde sie in neun Kategorien ausgezeichnet. »Anti-Hero« war die erste Single aus Taylor Swifts Album »Midnights« von 2022. »Das ist unglaublich«, sagte die Sängerin auf der Bühne mit der »Mondperson«-Statue für das Video des Jahres in der Hand: »Die Tatsache, dass das Publikum diesen Preis bestimmt hat, bedeutet mir so viel.«
Swift mit Trophäe und Publikum: »Bedeutet mir so viel«
Foto: Timothy A. Clary / AFPEs war bereits Swifts zweiter Sieg in Folge in der Hauptkategorie der MTV-Preise; im Vorjahr gewann sie mit der Zehn-Minuten-Version von »All Too Well«. Mit ihren neun Preisen hat sie nun insgesamt 23 VMA-Auszeichnungen bekommen, nur Beyoncé hat noch mehr. Die Trophäen des Musiksenders MTV wurden am Dienstagabend (Ortszeit) im Prudential Center in Newark (US-Bundesstaat New Jersey) vergeben.
Schon zu Beginn der Show stand Taylor Swift im Rampenlicht, das sie sich aber teilte mit den Präsentatoren des Preises für das beste Popvideo: Die Mitglieder der Gruppe *NSYNC, die diesen Award 20 Jahre zuvor als Boyband gewonnen hatten, waren zur Übergabe des Preises erstmals wieder zusammengekommen. »Ich hatte eure Puppen!«, sagte Swift zu den Bandmitgliedern Lance Bass und Justin Timberlake: »Ihr seid die Personifizierung von Pop. Diesen Preis aus euren goldenen Pophänden zu bekommen – das ist zu viel!«
Dass Taylor Swift, die für den Auftritt extra ihre »Eras«-Tournee unterbrach, bei der Show im Mittelpunkt stehen würde, war den Veranstaltern von Vornherein klar. Deshalb hatte MTV eine Extrakamera aufgebaut, die Swift den ganzen Abend im Blick hatte und ihre Reaktionen auf die anderen Auftritte einfing. Das berichtete der Co-Chefredakteur des Branchenblattes »Variety« auf X (ehemals Twitter).
How important is Taylor Swift to the #VMAs? There is a camera operator tasked with filming her continuously during the live performances onstage. pic.twitter.com/ukSvGhqsUd
— Ramin Setoodeh (@RaminSetoodeh) September 13, 2023
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Zu den Auftritten, die sie betrachten konnte, zählte unter anderem Medley anlässlich von 50 Jahren Hip-Hop, das Grandmaster Flash mit »The Message« eröffnete, zusammen mit Nicki Minaj, Lil Wayne, LL Cool J und DMC von Run DMC. Cardi B und Megan Thee Stallion präsentierten ihr neues Duett »Bongos«. Besondere Aufmerksamkeit erregte Olivia Rodrigo mit ihrem Auftritt zum Song »Vampire«, bei dem der Bühnenaufbau zusammenzubrechen schien und die Sängerin von der Bühne geführt wurde. Doch es stellte sich heraus: Alles war so geplant.
Die kolumbianische Sängerin Shakira, 46, nahm den Ehrenpreis »Video Vanguard Award« entgegen. Die Trophäe zollt dem Einfluss des jeweiligen Preisträgers auf die Musikszene Tribut. Zu früheren Gewinnerinnen und Gewinnern zählen Missy Elliott, Jennifer Lopez, Pink, Rihanna, Beyoncé, Justin Timberlake und Madonna. US-Rapper Sean »Diddy« Combs, 53, wurde mit dem »Global Icon Award« geehrt.
Die VMA-Preise werden seit 1984 verliehen. Fans können online für ihre Favoriten stimmen. Als Trophäe gibt es eine »Moonperson« – einen kleinen Astronauten auf dem Mond, der eine MTV-Fahne in der Hand hält.