Zum Tod von Neil Sedaka Der Hitmacher
Musiker Sedaka 1977 in Las Vegas: Sein musikalisches Talent zeigte sich früh
Foto: Michael Putland / Getty ImagesDer 1939 in New York geborene Sänger und Songwriter schrieb ab Ende der Fünfzigerjahre Teenager-Hymnen und beeinflusste Generationen von Musikern. Zu seinen Hits zählen »Oh! Carol«, »Calendar Girl«, »Happy Birthday Sweet Sixteen« und »Breaking Up Is Hard to Do«. Sedaka wuchs in Brooklyn auf und zeigte schon früh musikalisches Talent. Als Kind habe er nur essen können, wenn Musik im Radio gelaufen sei, hätten ihm seine Eltern erzählt, sagte er dem »Guardian«. Eine Grundschul-Lehrkraft überredete die Eltern, ihm ein Klavier zu besorgen. Sedakas Mutter nahm einen Job in einem Kaufhaus an, um ein gebrauchtes Piano zu kaufen.
Schon als Teenager schrieb Sedaka Songs und trieb seine Musikerkarriere voran. In der Highschool war er mit der späteren Singer-Songwriterin Carole King befreundet, nach der er seinen Hit »Oh! Carol« benannte. Sedaka prägte die Prä-Beatles-Ära. »Einmal Künstler, immer Künstler«, sagte er in einem Interview. Von Standing Ovations, so Sedaka, könne man einen »Adrenalirausch« bekommen.
Nach dem Durchbruch der Beatles hätte er sich allerdings schwergetan, weiterhin erfolgreich zu sein, erzählte er später, die Karrieren vieler Solo-Künstler hätten damals gelitten. 1973 schrieb Sedaka am englischen Text des Abba-Hits »Ring Ring« mit. Er arbeitete auch mit Patsy Cline, Engelbert Humperdinck und Cher zusammen. »Du musst dein Privatleben aufgeben«, sagte er über die Nachteile der Berühmtheit. »Dafür bekommt du einen Tisch im Restaurant oder einen Platz im Theater«. Neil Sedaka starb am 27. Februar in Los Angeles. lob