Release-Begleitung So klingt Taylor Swifts neues Album »The Life of a Showgirl«
Euphorie oder Enttäuschung? Das neue Album von Taylor Swift ist da. Die Swift-Expertinnen des SPIEGEL haben es gehört, dabei ihre Eindrücke geteilt und die Songs eingeordnet. Die Livekritik zum Nachlesen.
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Ich glaube du hast Recht, Kim, da kommen heute keine weiteren Songs. Dann kann ich ja in Ruhe das Album ein weiteres Mal hören. Und ich freue mich jetzt schon auf die Rezension von unserem Kollegen Tobias Rapp. Die können Sie später hier bei SPIEGEL.de lesen und wird natürlich etwas ausgeruhter als unsere ad-hoc-Einschätzung.
Vielen Dank für Ihr Interesse, liebe Leserinnen und Leser! Wir hatten Spaß! Und jetzt wird weiter Musik gehört! Wenn Sie das Album jetzt erst hören, kommen Sie hier noch mal an den Anfang vom Live-Listening.
Vielen Dank für Ihr Interesse, liebe Leserinnen und Leser! Wir hatten Spaß! Und jetzt wird weiter Musik gehört! Wenn Sie das Album jetzt erst hören, kommen Sie hier noch mal an den Anfang vom Live-Listening.
Willkommen zum Live-Listening
Liebe Leserinnen und Leser, herzlich willkommen zum ersten Live-Listening beim SPIEGEL. Meine Kollegin Kim Staudt und ich hören gleich zum ersten Mal das neue Taylor-Swift-Album »The Life Of A Showgirl«. Sie bekommen also unsere relativ ungefilterten Reaktionen. Ich bin schon SEHR gespannt! Schauen wir mal, was wird. Wir freuen uns auf jeden Fall Sie mitzunehmen. Öffnen Sie doch am besten gleichzeitig mit uns den Streamingdienst Ihrer Wahl und wir drücken um 6 Uhr gemeinsam auf »Play«.
Bisher haben Kim und ich dieses gemeinsame Live-Listening im privaten Chat gemacht, aber weil neben uns wohl ein bis zwei weitere Menschen gespannt auf Swifts zwölftes Studioalbum sind und sich austauschen wollen, wird unser Chat heute zum Liveblog. Insofern … »Baby, let the games begin!«
Bisher haben Kim und ich dieses gemeinsame Live-Listening im privaten Chat gemacht, aber weil neben uns wohl ein bis zwei weitere Menschen gespannt auf Swifts zwölftes Studioalbum sind und sich austauschen wollen, wird unser Chat heute zum Liveblog. Insofern … »Baby, let the games begin!«
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... nach dem ersten Hören des Albums
- Ich teile den Eindruck, dass die Musik in »The Life of a Showgirl« nicht so richtig zum Vibe und zur Ästhetik des Albums passt. Allerdings erkenne ich schon einen roten Faden, der sich durch dieses Album zieht und es für mich mit »Reputation« und »The Tortured Poets Department« verbindet: Der weltweit größte Popstar schreibt wieder über das Meta-Thema, über Fame, Reputation und Erfolg und was das mit sich bringt. Und das finde ich hervorragend.
- Nachdem Travis Kelce das Album im Podcast so gelobt hat, hätte ich mehr unbekümmerte Pop-Songs à la »Shake It Off« erwartet, aber ich bin sehr froh, dass diese Erwartung nicht erfüllt wurde. (Oute mich hier als zertifizierte »Shake It Off«- und »ME!«-Hasserin)
- Trotzdem finde ich, dass dieses Album eine gute Dosis an »Happy Songs« hat. Vor allem »Opalite« und »CANCELLED!« (wenn auch weniger happy) wecken in mir die Vorfreude, in den nächsten Tagen tiefer in das Album einzutauchen.
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Erste Eindrücke ...
- »The Life of a Showgirl« ist anders als erwartet. Der Sound und die Ästhetik passen nicht zusammen. Das finde ich grundsätzlich nicht schlimm, weil ich den Sound besser finde als die Ästhetik. Trotzdem ist da eine Song-Bild-Schere, die mich stört.
- Das Album hat zu wenig Max-Martin-Sellback-Vibes. Wo ist der Hit, der noch in 10 Jahren von mittelmäßigen DJs auf Hochzeiten gespielt wird?! Wo ist das »Blank Space«, »Wildest Dreams«, oder »We Are Never Ever Getting Back Together« auf »The Life of a Showgirl«? Ich hatte auf mehr upbeat-Songs mit Ohrwurm-Potenzial gehofft.
- Taylor Swifts Musik bedeutet mir sehr viel. So sehr ich auf oft von ihren Handlungen, fehlendem politischem Engagement und dem krassen Fokus auf Profit und Konsum genervt bin. Ich liebe es, wie sie Geschichten erzählt, ich liebe ihren Sound. Trotzdem merke ich, dass ich momentan müde und übersättigt bin. Ich möchte »The Life of a Showgirl« toll finden, aber dafür brauche ich wohl noch etwas Zeit. Die einzigen Songs, die ich direkt beim ersten Hören ins Herz geschlossen habe, sind »Actually Romantic« und »Honey«.

Foto: Republic Records / AP / dpa
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Gleich sind drei Stunden rum. Wir haben ja am Anfang gefragt: Euphorie oder Enttäuschung? Wollen wir unsere ersten Gedanken zu »The Life of a Showgirl« mal zusammenfassen?
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Würde diesen Eindruck aus der Rezension der »Times UK« unterschreiben: »›The Life of a Showgirl‹ ist im Wesentlichen ein Begleitwerk zu ›Reputation‹, aber während dieses Album gegen die Tücken des Ruhms wetterte, akzeptiert dieses sie, möglicherweise weil die wahre Liebe Swift viel glücklicher gemacht hat.«
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Vielleicht doch ein verliebtes Album, die X-User überzeugen mich langsam.
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Aber juhuuu mein Favorit »CANCELLED!« kommt auch gut an
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Kleiner Zwischenstand der Abstimmung: Die SPIEGEL-Leser finden bisher »The Fate of Ophelia« mit Abstand am besten. Mein Favorit »Actually Romantic« ist nur auf Platz drei. Wenn Sie noch nicht abgestimmt haben, können Sie das hier tun.

Foto: Screenshot / Charlotte Lüder / DER SPIEGEL
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Ich muss ehrlich sagen, dass ich schon etwas enttäuscht wäre, wenn die »Vault Tracks« des »Reputation«-Albums weiterhin unter Verschluss bleiben würden. Die Fans warten da schon so lange drauf … Zudem passt es irgendwie nicht zu den vergangenen Wochen, in denen Fans mit neuen Vinyl-Varianten, signierten CDs und Co. überhäuft wurden. Auf diese Werbetrommel folgen nur etwa 45 Minuten Songs? Wirkt für mich ein wenig ernüchternd. Aber da sieht man auch wieder, wie gut Taylor Swift ihre Fans trainiert hat.
Swifties sehen neue Musik als Belohnung. Mehr von Taylor Swift ist gut. Ist erstrebenswert. Mehr Worte, mehr Songs, mehr Alben. Das hat sie mit »The Tortured Poets Department« unter Beweis gestellt, denn welcher Star kann zwei Stunden, nachdem er ein Album mit 16 neuen Liedern veröffentlicht hat, 15 weitere Songs rausbringen und die Fans freuen sich wie an Weihnachten? 31 Lieder auf einmal.
Die Geschäftsstrategie ist damals auch aufgegangen, sie wurde die einzige Künstlerin, die die ersten 14 Plätze der Billboard Hot 100 mit ihren Songs monopolisierte.
Swifties sehen neue Musik als Belohnung. Mehr von Taylor Swift ist gut. Ist erstrebenswert. Mehr Worte, mehr Songs, mehr Alben. Das hat sie mit »The Tortured Poets Department« unter Beweis gestellt, denn welcher Star kann zwei Stunden, nachdem er ein Album mit 16 neuen Liedern veröffentlicht hat, 15 weitere Songs rausbringen und die Fans freuen sich wie an Weihnachten? 31 Lieder auf einmal.
Die Geschäftsstrategie ist damals auch aufgegangen, sie wurde die einzige Künstlerin, die die ersten 14 Plätze der Billboard Hot 100 mit ihren Songs monopolisierte.
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Das stimmt, zum einen gibt's Popcorn und dann gehen wir noch in mein Hamburger Lieblingskino, da ist jeder Film automatisch besser..
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Und was in dem Zeitplan auch eingetragen ist: Neben dem Album kommt noch der Film in die Kinos! In Deutschland ab heute Abend. Lesen Sie dazu hier mehr. »The Official Release Party of a Showgirl« soll das Musikvideo zu »The Fate of Ophelia« sowie Behind-the Scenes-Material von den Musikvideo-Dreharbeiten, außerdem »Taylors bisher unveröffentlichte, persönliche Gedanken zu den Songs ihres zwölften Studioalbums« enthalten. Wir schauen den Film morgen Abend, waren aber beide etwas zögerlich. Die Übersättigung halt. Allerdings müssen wir natürlich unserer journalistischen Recherchepflicht nachkommen … Ich bin gespannt, ob sich die 15 Euro für uns gelohnt haben werden, Kim. Aber für dich lohnt sich ein Kinobesuch eh immer schon für das Popcorn, nicht wahr?
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Die nächsten Tage sind übrigens schon verplant. Heute Abend hat sie einen Auftritt in der »Graham Norton Show«, am Montag wird sie bei Jimmy Fallon zu sehen sein und Mittwochnacht bei Seth Meyers. Und am Samstag ist ein ominöses »Standby« eingetragen, was immer das bedeutet..
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Kurzes Update: Es ist nach 8 Uhr und es gibt weiterhin keine Bonussongs. Und wir waren uns so sicher, dass zwölf Songs Taylor-Swift-untypisch sind..
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Und der Rolling Stone versteht mich. Help, we're still at the restaurant!
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Die Kelce-Brüder haben die Connection zwischen dem inoffiziellen »Mean-Girls«-Tag und dem Album gemacht. Herrlich.
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Ich mochte den Disstrack »thanK you aIMee« vom letzten Album schon nicht. Der hat sich damals sehr offensichtlich gegen Kim Kardashian gerichtet (die Großbuchstaben bilden ihren ((und meinen)) Vornamen).
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Auf Social Media finden es ebenfalls viele Fans unnötig und meinen, Charli xcx' Song sei gar kein Diss gegen Taylor gewesen, sondern anerkennend gemeint. Sie sei so eingeschüchtert von ihr gewesen, dass sie sie nicht sehen wollte.
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Ich will nicht, dass es ein Diss-Track ist, es ist doch mein Lieblingssong von dem Album. Nee, aber ernsthaft, vielleicht ist es eine kleine Seitenhieb-Zeile. Das kennen wir ja von Swift. Etwas unnötig, aber unterhaltsam.
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Was sagst du, Charlotte, ist »Actually Romantic« in deinen Augen ein Charli-xcx-Disstrack?
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»Actually Romantic« ein Disstrack gegen Charli xcx?
Dem Songtext nach zu urteilen, könnte es sich bei »Actually Romantic« wirklich um einen Disstrack gegen Sängerin Charli xcx handeln. Swift schreibt:
»I heard you call me ›Boring Barbie‹ when the coke’s got you brave
High-fived my ex and then said you’re glad he ghosted me
Wrote me a song saying it makes you sick to see my face
Some people might be offended
But it’s actually sweet
All the time you’ve spent on me.«
Charli xcx ist seit Kurzem mit dem »1975«-Bandmitglied von Taylor Swifts Ex Matty Healy verheiratet. Und in ihrem Song »Sympathy is a Knife« singt xcx wirklich darüber, dass sie eine Freundin von einem Bandmitglied nicht sehen will:
»Ich will sie nicht hinter der Bühne bei der Show meines Freundes sehen
Ich drücke hinter meinem Rücken die Daumen und hoffe, dass sie sich schnell trennen.«
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Die Lyrics aus deinem bisherigen Favoriten »Actually Romantic«, sind bisher gefühlt am meisten zitiert: »I heard you call me ›Boring Barbie‹ when the coke’s got you brave«, also übersetzt: »Ich habe gehört, wie du mich ›langweilige Barbie‹ genannt hast, als du dich vom Kokain ermutigt gefühlt hast.«
Bei dem Song wurde bereits im Vorhinein gemunkelt, dass Swift sich darin auf Charli xcx beziehen könnte. Auf ihrem Album »Brat« hat sie einen Song, der »Everything is romantic« heißt.
Bei dem Song wurde bereits im Vorhinein gemunkelt, dass Swift sich darin auf Charli xcx beziehen könnte. Auf ihrem Album »Brat« hat sie einen Song, der »Everything is romantic« heißt.
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Der britische »Guardian« ist nicht begeistert vom Album. Es gibt nur zwei von fünf Sternen. Das Urteil: »langweiliger Glanz und Glamour von einem Star, der erschöpft wirkt«. Hart, aber ich seh den Punkt. Genau wie ich vorhin meinte, vermissen auch unsere Kollegen aus London den Max-Martin-Vibe und finden die Songs melodisch schwach. Auch an einigen Lyrics haben sie sich wohl gestoßen. »Je weniger über den ›magic wand‹ ihres Verlobten gesagt wird, desto besser.«
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Die »New York Times« bezieht sich in ihrer Rezension auch auf die Rachethematik, die wir auch mit den »Reputation«-Verweisen wie etwa in »CANCELLED« erkannt haben: »›Showgirl‹ gibt einen Vorgeschmack darauf, wie ein Swift-Album über erwiderte Liebe klingen könnte«, schreibt Jon Caramanica, »aber im Moment hat sie den Geschmack von Blut noch nicht ganz überwunden.«
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Wir haben immer wieder nebenbei auf die Lyrics geschielt, aber »Variety« hat ein paar schon rausgepickt:
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Wenn Sie nun mit uns zusammen alle Songs gehört haben, können Sie hier abstimmen, welches Lied Sie am besten fanden und Ihre Meinung mit der der anderen Leser abgleichen. Ich bin gespannt, wie das Urteil der SPIEGEL-Swifties ausfällt.
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