»The Crown« – Netflix-Serie: Hat die Queen zu viel »The Crown« geguckt? - DER SPIEGEL
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Netflix-Serie Hat die Queen zu viel »The Crown« geguckt?

Die Streaming-Serie verrät viel über die echte Krise im britischen Königshaus. Wer genau hinsieht, kann sogar Indizien für den Rückzug von Harry und Meghan erkennen.
Olivia Colman als Queen Elizabeth II. in der Netflix-Serie »The Crown«
Olivia Colman als Queen Elizabeth II. in der Netflix-Serie »The Crown«

Olivia Colman als Queen Elizabeth II. in der Netflix-Serie »The Crown«

Foto: Sophie Mutevelian / Netflix / Netflix
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Peter Morgan arbeitete gerade an der ersten Staffel von „The Crown“, der Netflix-Serie über Queen Elizabeth II. und das britische Königshaus, als er von ebenjenem Königshaus Post bekam: eine Einladung in den Buckingham-Palast. Morgan sollte dort einen Ritterorden erhalten, den „Commander of the Order of the British Empire“, er wird verliehen für besondere Verdienste in Kunst und Wissenschaft. Morgan ist von Beruf Drehbuchautor, berühmt wurde er durch seinen Kinofilm „Die Queen“ mit Helen Mirren.

Was bei der Zeremonie im Buckingham-Palast genau passierte, hat Morgan Ende vergangenen Jahres der „New York Times“ erzählt. Gemeinsam mit den anderen Ordensempfängern wurde er in einen Ballsaal gebeten, Prinz Charles überreichte dort die Auszeichnungen, eine nach der anderen. Als Morgan an der Reihe war und sich gerade knapp verbeugt hatte, fragte Charles: „Also Sie sind Drehbuchautor?“ „Ja, Sir“, antwortete Morgan. „Ein Drehbuch zu schreiben ist nicht einfach, oder?“, sagte Charles, „ich vermute, am wichtigsten ist nicht, was man drin lässt, sondern was man weglässt.“

Morgan hat später lange überlegt, ob ihm Charles mit dieser Bemerkung einen diplomatisch verpackten Rüffel erteilen wollte für seine Arbeit – oder ob er bloß ein bisschen Small-Talk machte. Wohl eher Letzteres, vermutet Morgan heute.

„The Crown“ ist ein Königsdrama in der Tradition von William Shakespeare, von Meisterwerken wie „Henry V“ oder „Richard III“, mit einem großen Unterschied: Der echte König Richard III. war schon mehr als hundert Jahre tot, als Shakespeare ihn als mörderischen Tyrannen beschrieb. Die aktuellen Royals jener Epoche – Shakespeares Karriere begann in der Spätphase der Regentschaft von Queen Elizabeth I. – ließ er in seinen Theaterstücken vorsichtshalber weg. Auf Majestätsbeleidigung stand damals die Todesstrafe.

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