Sean Penn berichtet über Treffen mit Wladimir Putin - DER SPIEGEL
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Treffen in Moskau Auch Sean Penn ließ sich von Putin blenden

Vor mehr als 20 Jahren trafen die Hollywoodstars Sean Penn und Jack Nicholson den russischen Präsidenten. Er habe damals gedacht, in Wladimir Putin stecke etwas Echtes, gibt Penn jetzt zu.
Sean Penn bei Jimmy Kimmel: Gespräch mit Putin über Vaterschaft
Sean Penn bei Jimmy Kimmel: Gespräch mit Putin über Vaterschaft

Sean Penn bei Jimmy Kimmel: Gespräch mit Putin über Vaterschaft

Foto:

Randy Holmes / Disney / Getty Images

US-Schauspieler Sean Penn, 65, ist ein lautstarker Unterstützer der Ukraine. Seit Jahren spricht er sich gegen Russlands Angriff auf den Nachbarn aus, 2023 veröffentlichte er eine Dokumentation  darüber.

Dennoch gibt Penn zu, dass auch er sich von Wladimir Putin hinters Licht führen ließ. Das sagte er während eines Auftritts bei der Late-Night-Show »Jimmy Kimmel Live!«. Er habe Putin einmal persönlich getroffen, so Penn: »Und ich hatte das Gefühl, dass etwas Echtes in ihm steckte.«

Das Treffen habe während des Internationalen Filmfestivals Moskau im Jahr 2001 stattgefunden. Penn zeigte dort sein Thriller-Drama »The Pledge – Das Versprechen« mit Jack Nicholson, heute 88, in der Hauptrolle. Putin setzte sich während eines Abendessens zu ihnen an den Tisch.

Das Hauptgesprächsthema sei Vaterschaft gewesen, hauptsächlich habe Putin sich mit Nicholson unterhalten, so Penn. Offensichtlich sei Putin ein Fan von ihm gewesen.

»Unser Land ist nicht geeint genug«

Penn könne sich noch recht genau an den Zeitraum erinnern: »Es war ungefähr zwei oder drei Wochen, nachdem der damalige US-Präsident George W. Bush gesagt hatte: ›Ich habe ihm in die Augen geschaut und das Gefühl gehabt, dass ich ihm vertrauen kann.‹ Und ich muss sagen, auch ich habe mich blenden lassen.«

Heute wisse man, dass Putin kein Problem damit habe, Kinder zu entführen und viele Menschen zu ermorden. »Und dennoch ist unser Land nicht geeint genug, um zu verstehen, dass wir der Ukraine die Ressourcen geben sollten, um Putin zu besiegen«, so Penn.

kae