Zum Tod von Swetlana Schönfeld Heldin der Übergangsgesellschaft
Schauspielerin Schönfeld: Ihr Bericht über das Schicksal ihrer Mutter wurde Spielfilmstoff
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Sie kam als Tochter überzeugter Kommunisten in einem sowjetischen Straflager in Sibirien zur Welt. Ihr Vater wurde dort ermordet. Swetlana Schönfelds Bericht vom Schicksal ihrer Mutter war die Vorlage des deutschen Spielfilms »Und der Zukunft zugewandt« aus dem Jahr 2019. Schönfeld ging in Ost-Berlin zur Schule, wurde zur Kindergärtnerin ausgebildet, studierte Schauspielerei und arbeitete von 1973 an 20 Jahre lang im Ensemble des Maxim-Gorki-Theaters.
Dort spielte sie in der wohl wichtigsten Theaterproduktion der späten Achtzigerjahre mit, in Thomas Langhoffs Inszenierung von Volker Brauns Stück »Die Übergangsgesellschaft«. Als Darstellerin in Film und Fernsehen war Schönfeld schon vor dem Mauerfall in Defa-Filmen wie dem Hölderlin-Biopic »Hälfte des Lebens« (1985) zu sehen. Nach der Wende spielte sie in diversen Fernsehproduktionen, unter anderem ein paar Jahre lang im Leipziger »Tatort« als Mutter einer von Simone Thomalla verkörperten Ermittlerin.
Zu Schönfelds Theaterstationen gehörten das Berliner Ensemble, die Schaubühne und die Salzburger Festspiele. Über die politische Überzeugung ihrer Mutter und deren Folgen für ihr eigenes Leben sagte sie einmal: »Ich finde den Glauben, dass man die Welt verbessern kann, bis heute sehr schön.« Swetlana Schönfeld starb im Alter von 74 Jahren in Berlin.