Bilanz der Sommerreisezeit Trotz hoher Spritpreise – ADAC zählt acht Prozent mehr Staus
Autos schleppen sich in Niedersachsen über die A7 (22. Mai 2026)
Foto: Julian Stratenschulte / dpaWährend der Sommerferien hat es in diesem Jahr mehr und länger Staus gegeben. Das geht aus einer Erhebung des ADAC hervor, die zwischen Ende Juni und Mitte September in Deutschland stattfand. Das Ergebnis kann als weiteres Indiz gewertet werden, wonach die hohen Spritpreise die Reisepläne der Deutschen nicht zu sehr einschränkten .
Demnach zählte der Autoclub in dem Zeitraum gut 128.850 Staus auf den Autobahnen. Das waren etwa acht Prozent mehr als im Sommer 2025. Alle Staus zusammen ergaben laut der Erhebung eine Strecke von rund 217.730 Kilometern. Die gesamte Staudauer stieg leicht um ein Prozent auf etwa 124.260 Stunden.
Die meisten Staus verzeichnete der ADAC am Wochenende vom 17. bis zum 19. Juli, als Nordrhein-Westfalen in die Sommerferien startete. In diesem Zeitraum wurden rund 4320 Staus erfasst.
Bei der Verteilung auf die Wochentage zeigte sich demnach ein bekanntes Bild: Der Tag mit den meisten, längsten und zeitintensivsten Staus war auch im diesjährigen Sommer der Freitag, wenn Reise- und Berufsverkehr zusammenkamen. Die als klassische Reisetage geltenden Samstage und Sonntage verzeichneten insgesamt nur etwa die Hälfte der Staus. Auch Dauer und Länge hätten an diesen Tagen im Vergleich zu Freitagen nur die Hälfte betragen, hieß es weiter.
Zu den wichtigsten Auslösern für die Staus zur Sommerferienzeit zählen laut ADAC zahlreiche Baustellen. Im Durchschnitt gab es während des Ferienzeitraums rund 1020 Autobahnbaustellen.
Sprit ist teuer wie nie – viele Autofahrer wollen rasch auf einen Elektro-Pkw umsteigen. Doch auf Neuwagen müssen sie lange warten, die Preise für Gebrauchte heben ab. Erfahren Sie hier , welche Modelle noch relativ gut zu haben sind.