Umfrage Mehrheit wünscht sich Tempolimit auf Autobahnen
Ein Schild zeigt die Tempobegrenzung auf der Autobahn an
Foto: Thomas Frey / dpaFreie Fahrt ohne Begrenzung oder doch lieber eine einheitliche Höchstgeschwindigkeit? Die meisten Autofahrer in Deutschland wünschen sich ein generelles Tempolimit auf den Autobahnen. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Targobank zeigt jedoch, dass die Zahl der Befürworter abnimmt. So sprachen sich lediglich 57 Prozent der Befragten für ein generelles Tempolimit aus. 41 Prozent lehnten dies ab. Der Rest machte dazu keine Angaben.
In den vergangenen Jahren stellte sich das Bild noch etwas anders dar: Bei der gleichen Umfrage befürworteten noch etwas mehr Autofahrer eine Höchstgeschwindigkeit. 2022 und 2023 sprachen sich jeweils 63 Prozent dafür aus – in der aktuellen Umfrage sind es also sechs Prozentpunkte weniger.
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Auch dazu, welche Höhe das Tempolimit betragen sollte, äußerten sich die Teilnehmerinnen der Umfrage: Im Schnitt sprachen sich die 1002 Befragten für 133 Kilometer pro Stunde aus und damit drei mehr als noch 2023.
In einer nicht repräsentativen Umfrage des SPIEGEL unter seinen Leserinnen und Lesern fällt das Ergebnis deutlicher aus: 81 Prozent sprechen sich für das Tempolimit aus, 19 dagegen. Im Schnitt votierten sie für ein Limit von 130 Kilometern pro Stunde.
In der Politik wird seit Langem über ein generelles Tempolimit debattiert. Laut ADAC sind bundesweit rund 30 Prozent des Autobahnnetzes dauerhaft oder zeitweise geschwindigkeitsbeschränkt, hinzu kommen Baustellenbereiche. Derzeit gilt eine empfohlene Richtgeschwindigkeit von 130 Kilometer pro Stunde. Die Ampelkoalition hatte sich wegen des Widerstands der FDP nicht auf ein Tempolimit einigen können.
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Eine baldige Einigung scheint unwahrscheinlich: Auch in den derzeit stattfindenden Koalitionsverhandlungen von CDU, CSU und SPD sind Unterhändler uneins über die Einführung eines generellen Tempolimits auf Autobahnen. Die SPD ist für eine Höchstgeschwindigkeit von 130 Kilometer pro Stunde, die Unionsparteien lehnen eine Einführung ab. Das geht aus dem Papier der Arbeitsgruppe Verkehr und Infrastruktur, Bauen und Wohnen hervor, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Über das Thema dürften nun die Chefverhandler der Parteien beraten.