Elektroautos: Studie zeigt hohe Batterieleistung auch nach 150.000 Kilometern - DER SPIEGEL
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Modelle im Vergleich Batterien gebrauchter E-Autos halten länger als gedacht

Die Lebensdauer von E-Auto-Batterien sehen viele Menschen nach wie vor skeptisch. Allerdings zu Unrecht, wie eine neue Auswertung zeigt. Auch nach 150.000 Kilometern hält sich der Kapazitätsverlust offenbar in Grenzen.
VW ID.4 war eines der Modelle im Test
VW ID.4 war eines der Modelle im Test

VW ID.4 war eines der Modelle im Test

Foto: Jan Woitas / dpa / picture alliance

Batterien von Elektrofahrzeugen halten länger als bislang gedacht. Das zeigt eine Untersuchung des österreichischen Spezialisten Aviloo . Demnach halten die meisten gebrauchten Elektrofahrzeuge nach 150.000 Kilometern noch mehr als 90 Prozent ihrer ursprünglichen Batteriekapazität. Hersteller setzen ihre Garantiegrenze in der Regel bei 160.000 Kilometern oder acht Jahren auf mindestens 70 Prozent der ursprünglichen Kapazität an.

Diese Erkenntnis ist insbesondere deshalb interessant, weil die Batterielebensdauer bei vielen Autofahrern, die von Benzin zu Elektro wechseln wollen, noch immer für Skepsis sorgt – wenngleich zuletzt weltweit immer mehr Elektroautos verkauft wurden. Vor allem in China sind sie auf dem Vormarsch, verbreiten sich von dort aus zunehmend in die Welt – inzwischen kommen chinesische Modelle in größerer Zahl auch nach Deutschland. (Lesen Sie hier mehr dazu. )

Aviloo wertete mehr als 500.000 Batterietests aus den Jahren 2022 bis 2026 aus seiner Datenbank aus. Insgesamt hat die Firma nach eigenen Angaben die Batterien von mehr als einer Million Autos in Nord- und Südamerika, Europa, Australien und Asien kontrolliert – allerdings nicht im wichtigsten Automarkt China. Für die Analyse gezählt wurden nur 20 besonders verbreitete Modelle. Nach Laufleistungen von 50.000, 100.000 und 150.000 Kilometern wurde der sogenannte State of Health (SoH) der Batterien untersucht, der anzeigt, wie viel der ursprünglich speicherbaren Energiemenge bei Laufleistungen der Akku noch aufnehmen kann.

Besonders gut schnitt der Mercedes-Benz EQA ab. Jedes zweite Fahrzeug dieses Modells hatte nach 150.000 Kilometern noch einen SoH von 94 Prozent oder besser, gefolgt von Hyundai Ioniq 5 (93,8 Prozent) und BMW i4 (93,6 Prozent). Unter 90 Prozent landete der Mittelwert bei Nissan Leaf ZE1 (86,9 Prozent), Mini Cooper SE (87,1 Prozent), Renault Zoe (87,3 Prozent) und Tesla Model 3 (88,9 Prozent). Bei Modellen mit kleineren Akkus, die dementsprechend häufiger geladen würden, altere die Batterie schneller, hieß es.

Doch auch zwischen einzelnen Exemplaren ein und derselben Baureihe gab es teils große Unterschiede von bis zu 13,5 Prozentpunkten. Wer einen elektrischen Gebrauchtwagen kaufen möchte, müsse auf den State of Health achten wie früher auf den Kilometerstand, so das Fazit von Aviloo. Auch andere Firmen und Automobilclubs bieten solche Batteriechecks an.

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atr/ahh