Spotify: So fließt Kindermusik jetzt nicht mehr in Ihr Geschmacksprofil ein - DER SPIEGEL
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Kindermusik aus Geschmacksprofil ausklammern Spotify hat jetzt eine Funktion, die sich Eltern schon lange wünschen

Sie selbst lieben Metal oder Indie-Rock, aber Ihre Empfehlungen und Jahreszusammenfassungen sind durchzogen von Kinderliedern? Eltern, die in so einer Situation stecken, bietet Spotify nun einen Ausweg.
Mann mit Kind: Oft teilen sich Kinder und Erwachsene Spotify-Zugänge
Mann mit Kind: Oft teilen sich Kinder und Erwachsene Spotify-Zugänge

Mann mit Kind: Oft teilen sich Kinder und Erwachsene Spotify-Zugänge

Foto: Westend61 / Getty Images

Der Streamingdienst Spotify hat einen langjährigen Wunsch vieler Menschen umgesetzt, die sich ihren Zugang mit Kindern teilen. Wie der schwedische Dienst am Mittwoch bekannt gab , gibt es im Menü »Einstellungen und Datenschutz« unter »Inhalte und Darstellung« einen kleinen neuen Schalter mit großer Wirkung.

Er ist überschrieben mit »Musik für Kinder und Familien in Geschmacksprofil aufnehmen« und standardmäßig auf »an«. Entscheidet man sich an dieser Stelle aber für die Einstellung »aus«, fließen über den Account abgespielte Kinderlieder nicht mehr in das sogenannte Geschmacksprofil des Accounts ein. Dieses beeinflusst bei Spotify zum Beispiel die Musikvorschläge und Playlist-Generierungen.

Neuer Regler bei Spotify: Stand Mittwochmorgen ist er eventuell noch nicht überall verfügbar

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Foto: Spotify

Die neue Funktion stehe sowohl Premium-, als auch Free-Usern zur Verfügung, heißt es von Spotify. Momentan werde sie »weltweit schrittweise« ausgerollt. Es kann also sein, dass die Einstelloption manche User erst in den nächsten Tagen oder Wochen erreicht. Am Mittwochmorgen war sie auf einem Android-Testgerät des SPIEGEL mit der neuesten Version der Spotify-App bereits zu finden – auf einem iPhone mit ebenfalls eingespielten Updates allerdings nicht.

Spotify selbst erklärt zur Neuerung, viele Eltern nutzten sein Streamingangebot gemeinsam mit ihren Kindern, zum Beispiel auf dem Weg zur Schule, auf Reisen oder zu Hause. Sei der neue Schalter auf »aus«, lasse sich Musik speziell Kinder und Familie weiterhin suchen, hören und in Playlists speichern. Personalisierte Erlebnisse wie der »Mix der Woche«, »Mixtapes« und der Jahresrückblick »Wrapped« würden sich aber stärker am eigenen Musikgeschmack der Nutzerinnen und Nutzer orientieren – also an dem, was jenseits der Musik für Kinder gehört wird.

Wie wäre es mit einem separaten Konto: Als wir die Funktion im Test erstmals aktivieren, tauchte dieser Hinweis auf

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Foto: Spotify

Es gibt auch einen rückwirkenden Effekt

»Die Option berücksichtigt dabei nicht nur zukünftiges Hörverhalten«, stellt Spotify klar. »Bereits gehörte Musik aus dem Genre ›Kinder & Familie‹ wird rückwirkend aus dem Geschmacksprofil herausgenommen.« Weiter betont der Dienst: »Die Aktualisierung der personalisierten Empfehlungen kann nach dem Ändern der Einstellung bis zu 48 Stunden dauern.«

Mehr zum Thema

Als »Musik für Kinder und Familien« wertet Spotify unter anderem Soundtracks von Animationsfilmen, »familienfreundliche Cover beliebter Songs« und Lieder »zum Mitsingen, Lernen und Mitmachen«. Eine Übersicht dazu finden Sie hier .

Wer den Dienst mit mehreren Familienmitgliedern nutzt, kann für Kinder übrigens auch sogenannte verwaltete Konten erstellen. Wie das funktioniert, erfahren Sie hier .

mbö