Nach Hack von Twitter-Chef Jack Dorsey Twitter verbessert Account-Absicherung
Ohne Eingabe ihrer Telefonnummer können Twitter-Nutzer ihre Accounts zukünftig besser schützen
Foto: Jens Büttner / DPAUm ihren Account besser vor Angreifern zu schützen, können Twitter-Nutzer eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) künftig auch ohne Angabe ihrer Handynummer einrichten. Bisher war die Angabe einer solchen Nummer zwingend vorgesehen, damit die für 2FA notwendigen Log-in-Codes per SMS an diese Nummer geschickt werden konnten. Nutzer hatten diese Vorgabe schon länger kritisiert, vor allem wegen Sicherheitsbedenken.
Die SMS-basierte Zwei-Faktor-Authentifizierung ließ sich im Nachhinein auch dann nicht mehr deaktivieren, wenn man als zweites Sicherheitsmerkmal eine Authenticator-App oder einen Hardware-Sicherheitsschlüssel verwendete.
Das Problem: Mit einer als Sim-Swap bezeichneten Methode konnten sich Angreifer über die SMS-Option Zugriff auf Konten verschaffen, was in den vergangenen Jahren immer wieder geschah .
Bei einem Sim-Swap übernehmen die Täter eine digitale Identität, indem sie unter Angabe von Daten ihres Opfers beispielsweise bei dessen Mobilfunkanbieter eine neue Sim-Karte bestellen. So können sie die per SMS gesendeten Zwei-Faktor-Authentifizierungscodes abfangen und sich in den fremden Account einloggen.
Twitter wurde erst aktiv, nachdem es Hackern im August gelungen war, mit dieser Methode das offizielle Konto von Twitter-CEO Jack Dorsey zu übernehmen. Über dessen Account wurden von den Unbekannten daraufhin rassistische und vulgäre Tweets an 4,2 Millionen Follower gesendet.