WhatsApp: Sicherheits-Checkliste für gefahrenloses Chatten - DER SPIEGEL
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Sicherheits-Checkliste So chatten Sie gefahrlos mit WhatsApp

Die Standardeinstellungen von WhatsApp lassen zu wünschen übrig, wenn es um Datenschutz und -Sicherheit geht. Aber Nutzer können das Schutzniveau anheben, indem sie fünf Tipps beherzigen.
Von Holger Bleich
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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

WhatsApp Web

Viele Menschen nutzen WhatsApp nicht nur mobil, sondern auch im Desktop-Browser oder als PC-Anwendung. Wenn Sie das auch tun wollen, müssen Sie zuerst mit der Smartphone-App einen am Bildschirm angezeigten QR-Code scannen - so verbindet WhatsApp das aktive Smartphone mit der Webanwendung im Browser. Diese Verknüpfung bleibt bestehen. Wer Zugriff auf den PC hat, könnte folglich dauerhaft jeden Chat mitlesen, den Sie über das Smartphone führen.

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In der App sollten Sie deshalb im Einstellungsmenü unter "WhatsApp Web" kontrollieren, welche Geräte derzeit angemeldet sind. Nicht benötigten oder gar unbekannten Geräten können Sie einzeln die Autorisierung entziehen.

Backup einschalten

In der Voreinstellung sichert WhatsApp keine Chat-Verläufe, fragt aber später ab und zu nach, ob das so bleiben soll. In den Einstellungen können Sie unter "Chats" auch jederzeit selbst die Backup-Option aktivieren. Unter Android sichert WhatsApp die Verläufe dann in Google Drive, unter iOS in iCloud. Ab November rechnet Google das Backup nicht mehr zum Drive-Speicherkontingent hinzu - allerdings ist die Sicherung anders als in der iCloud unverschlüsselt. Ein automatisches Backup sorgt dafür, dass Chats und gespeicherte Dateien beim Geräte-Crash oder -Wechsel nicht verloren gehen.

Öffentliche Infos

Standardmäßig kann jeder, der Ihre Rufnummer kennt, unter anderem Ihr Profilbild abrufen. In den Einstellungen der WhatsApp-App regeln Sie unter Account/Datenschutz, welche Informationen für wen sichtbar sein sollen. Voreingestellt gibt sich WhatsApp sehr offen. Investieren Sie hier einige Minuten in besseren Schutz Ihrer Privatsphäre.

Verifizierung

Sichern Sie Ihr WhatsApp-Konto unbedingt mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung ab. Die nicht voreingestellte Option dazu finden Sie unter "Verifizierung in zwei Schritten" in den Account-Einstellungen. Sie werden aufgefordert, eine sechsstellige PIN zu wählen. Notieren Sie diese PIN und nutzen Sie das optionale Eingabefeld für eine Recovery-Mailadresse. Die Eingabe der PIN verlangt WhatsApp künftig nicht vor jedem Start der App, sondern sporadisch, und zwingend beim Rufnummernwechsel - sie schützt also den Account vor feindlicher Übernahme.

Misstrauisch sein

WhatsApp ist aufgrund der hohen Verbreitung ein Liebling von Betrügern verschiedenster Couleur. Oft geht es darum, an Ihre persönlichen Daten zu kommen. Immer wieder etwa versenden Abzocker direkt oder als Kettenbrief Nachrichten, in denen auf angebliche Gutscheine von großen Marken wie Ikea, Milka oder Jägermeister hingewiesen wird. Links in diesen Nachrichten führen dann zu Phishing-Websites, die oft verblüffend gut die echten Markenseiten nachahmen. Seien Sie skeptisch, auch bei Links in Nachrichten befreundeter Kontakte. Fragen Sie lieber noch mal nach, insbesondere, wenn es um einen Short-Link geht, der zu einer unbekannten Quelle weiterleitet.

Nutzen Sie nur die Originalversionen der WhatsApp-Apps. Besondere Vorsicht gilt in Googles Play Store: Immer wieder tauchen hier vermeintlich "verbesserte" Updates der Original-App auf, die dann beispielsweise "Update WhatsApp Messenger" heißen, aber nicht von WhatsApp Inc. eingestellt wurden. Mit diesen Apps holen Sie sich potenziell Schadsoftware aufs Smartphone.