.de-Domains betroffen Fehlerhaftes Update hat deutsche Internetdienste lahmgelegt
Frau am Laptop: Am Abend gab es oft nur Fehlermeldungen (Symbolbild)
Foto:Sergey Mironov / Zoonar / IMAGO
Wer am Dienstagabend online ging, bekam oft nur eine Fehlermeldung zu sehen. Eine Großstörung verhinderte großteils den Zugriff auf alle Internetadressen, die auf ».de« enden. Betroffen waren alle Provider. In der Folge konnten weder Websites aufgerufen werden noch E-Mails verschickt werden, auch Apps versagten ihren Dienst. Dienste mit anderen Domains wie Netflix liefen jedoch problemlos weiter.
Grund war offenbar eine Störung bei der Denic, die alle Internetadressen mit ».de«-Länderkürzel verwaltet. Das sogenannte Domain Name System (DNS) sorgt dafür, dass man bei der Eingabe einer Internetadresse wie https://www.spiegel.de auf den entsprechenden Server geleitet wird und die gewünschten Informationen erhält. Doch die Namensauflösung versagte für die betroffenen Domains am Dienstag gegen 22 Uhr. Bei Diensten wie Cloudflare gingen zahlreiche Fehlermeldungen ein.
Apparent DNSSEC problems impacting the .de top-level domain (TLD) are visible on the Radar Data Explorer as a spike in SERVFAIL responses: radar.cloudflare.com/explorer?dat... news.ycombinator.com/item?id=4802...
— Cloudflare Radar (@radar.cloudflare.com) 2026-05-05T20:58:49.838Z
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Noch am Abend meldete die Denic eine Störung ihrer Systeme, die eine Verifizierung der Domainnamen verhindere. Wie zahlreiche Experten feststellten, hatten die Server der Denic augenscheinlich neue Signaturen ausgegeben, die jedoch nicht funktionierten. Statt Nutzerinnen und Nutzer auf einen potenziell manipulierten Server zu leiten, brachen Computer und Smartphones deshalb die entsprechenden Verbindungen ab. Wie heise.de berichtet , waren allerdings auch Domains betroffen, bei denen diese Sicherheitsfunktion gar nicht aktiviert war.
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Erst am frühen Morgen meldete Denic, dass die Störung behoben sei. Einen Grund für das fehlerhafte Update nannten die Betreiber jedoch nicht, die Untersuchung des Vorfalls dauere noch an.
Eine erste Untersuchung ergab offenbar keine gezielte Manipulation. »Die Störung steht in einem zeitlichen und logischen Zusammenhang mit einem üblichen regelmäßigen Schlüsselwechsel«, heißt es in einer Stellungnahme der Denic vom Dienstagnachmittag. Man habe diese Updates nun ausgesetzt, bis man den Fehler technisch genau nachvollziehen könne.