Treffen im Weißen Haus Diese KI-Bosse waren Trump beim »Super Intelligence Luncheon« besonders nah
Zuckerberg, Huang, Trump, Musk, Pichai (v.l., vorn); Nadella, Brockman, Johnson, Su (hinten): Wer ist wo in Trumps Orbit?
Foto:Kevin Dietsch / Getty Images
Am Dienstag buhlten im Weißen Haus die wichtigsten KI-Firmenlenker um die Gunst von US-Präsident Donald Trump. Der servierte nach seinem »Super Intelligence Luncheon« lauwarme Vorschläge für eine freiwillige Selbstkontrolle der Branche.
Mitten in der Debatte über KI-Sicherheit und die Gefahren eines Kontrollverlusts hatte Trump die amerikanische Tech-Elite zu einer Runde im East Room des Weißen Hauses eingeladen. Wie bei dem US-Präsidenten üblich ging es auch bei diesem Termin neben Inhalten um eine starke Symbolik – und um die entsprechenden Bilder.
Die Aufnahmen zeigen: Nvidia-Chef Jensen Huang und Techunternehmer Elon Musk hatten die besten Plätze. Sie saßen unmittelbar neben dem Präsidenten. Meta-Chef Mark Zuckerberg, Googles Sundar Pichai und Amazon-Gründer Jeff Bezos wurden ebenfalls im direkten Umfeld des Präsidenten platziert.
Trump selbst veröffentlichte auf seinem Netzwerk Truth Social die Sitzordnung des Treffens. So kann die ganze Welt nachvollziehen, wer dem Präsidenten besonders nahekommen darf.
— Rapid Response 47 (@RapidResponse47) September 29, 2026
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KI-Wettrennen mit China
Das Ergebnis des hochkarätig besetzten »Super Intelligence Luncheon« dürfte mutmaßlich vielen der eingeladenen Firmenlenker gefallen: Die USA setzen bei KI weiter auf Selbstkontrolle der Branche statt strengere gesetzliche Vorschriften. Ein entsprechendes am Abend unterzeichnetes Abkommen sei »moralisch bindend«, sagte Trump.
Seine Ablehnung gegen gesetzliche KI-Vorschriften begründete Trump erneut damit, dass Gesetze ein Innovationshemmnis seien und die USA im KI-Wettrennen mit China zurückwerfen könnten. »Wir führen, und das wollen wir beibehalten«, so der 80-Jährige. Er kündigte zudem ein Dekret zur Umbenennung von künstlicher Intelligenz in »Superintelligenz« an. Seinen Mittagstermin hatte er bereits entsprechend benannt.
»Es gibt ein unglaubliches Gefühl in diesem Raum, ein Gefühl der Vaterlandsliebe«, sagte Trump vor Reportern , während er mit seinen Gästen an einem langen Tisch saß. »Diese Leute lieben unser Land und sie wollen das Richtige für unser Land tun, so viel kann ich Ihnen sagen«, so Trump weiter. Er bezeichnete die Manager außerdem als »die brillantesten Leute der Welt«.
Trump-Fragerunde nahe dem Weißen Haus: »Die brillantesten Leute der Welt«
Foto: Kevin Lamarque / REUTERSIm Rahmen des Treffens zeigte sich die Runde auch vor einer Traube von Reportern vor dem Weißen Haus. Augenscheinlich hatte es für diesen Programmpunkt kein genau abgestimmtes Protokoll gegeben.
Bilder zeigen Trump, der mit Reportern spricht. Auch einige der Topmanager ergreifen das Wort, ziehen sich dann aber, wie offenbar Dario Amodei, wieder in die hinteren Reihen des CEO-Pulks zurück. Elon Musk tippte zeitweise auf seinem Smartphone.
Schaulaufen auch beim Staatsdinner mit Xi
Wenige Tage vor dem KI-Treffen am Dienstag hatte Trump den chinesischen Präsidenten Xi Jinping zu einem Staatsdinner im Weißen Haus empfangen und ebenfalls zahlreiche führende Techmanager eingeladen. Mit dabei waren etwa Altman, Musk, Huang, Zuckerberg, Su sowie der Apple-Vorstandsvorsitzende und Ex-CEO Tim Cook.
Great to meet today with @POTUS, @JDVance, @SpeakerJohnson and Administration + tech leaders. Important conversation and we signed today the White House Accord on Super Intelligence.
— Sundar Pichai (@sundarpichai) September 30, 2026
As I shared today, Google has invested hundreds of billions in the last two years alone, with… pic.twitter.com/04EirBfyUX
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Google-Chef Sundar Pichai zeigte sich nach dem Treffen am Dienstag öffentlich begeistert. In einem Beitrag auf der Plattform X übernahm er direkt Trumps Namensgebung der »Super Intelligence«. Er teilte auch die neue Selbstverpflichtung mit den Unterschriften Trumps und zentraler Firmenbosse.
Für Spott im Netz sorgte dabei ein Tippfehler auf dem Dokument, der Trump als Präsident der »Unites States« (statt: »United States«) ausweist. Mit KI-Unterstützung, so bissige Kommentare, hätte sich ein solcher Flüchtigkeitsfehler leicht vermeiden lassen.
KI-Agenten haben offenbar weit mehr gehackt, als bisher bekannt, von Zehntausenden Vorfällen ist die Rede. Branchenkritiker Gary Marcus sagt, was er von den Konzernen erwartet – und warum deren Geschäftsmodell nicht aufgehen könnte. Das ganze Interview lesen Sie hier.
Mit Material von AFP