Blu-Ray-Player: Stiftung Warentest bewertet fast alle mit »gut« - DER SPIEGEL
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Stiftung Warentest Blu-ray-Player sind »gut« – fast alle

Streaming hin oder her: Es gibt immer noch viele Argumente, die für einen Blu-ray-Player sprechen. Dabei muss man nicht unbedingt zum teuersten Modell greifen.
Auf die Extras kommt es an: Bild und Ton können alle Player gut
Auf die Extras kommt es an: Bild und Ton können alle Player gut

Auf die Extras kommt es an: Bild und Ton können alle Player gut

Foto: Christin Klose / dpa-tmn
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Bild und Ton sind »sehr gut«: In einem Vergleich der Stiftung Warentest von einem Dutzend Blu-ray-Playern (88 bis 400 Euro) hat sich in diesen Disziplinen kein einziges Gerät die Blöße gegeben (»test«-Ausgabe 6/21 ). Auch insgesamt betrachtet kommen bis auf eine Ausnahme alle Geräte auf die Endnote »gut«.

Dabei mag es verwunderlich scheinen, dass heute überhaupt noch Blu-ray-Player gekauft werden. Doch es gibt einige Gründe, die für ein solches Gerät sprechen können. Etwa, wenn der Internetanschluss nur einen geringen Datendurchsatz ermöglicht und man die Angebote von Streamingdiensten deshalb nur in geringer Auflösung sehen kann.

Oder weil man sich eine Sammlung von Blu-rays und DVDs zugelegt hat, die man auch weiterhin anschauen können möchte. Für manche mag auch ein Argument sein, dass man einen auf Blu-ray gekauften Film tatsächlich physisch besitzt und nicht nur virtuell. Und schließlich liefern Blu-rays verlässlich eine hohe Bild- und Tonqualität, unabhängig von der Leistung des Internetanschlusses und möglichen Netzausfällen.

Das sind die Unterschiede

Aber auch wenn die Tester der Stiftung Warentest allen Geräten gute Bild- und Tonqualität zusprechen, gibt es bei den übrigen Fähigkeiten deutliche Unterschiede – und damit auch bei den Preisen.

Die beiden wichtigsten Fragen in diesem Zusammenhang: Soll der Player auch die detailreichen Ultra-HD-Scheiben oder nur »normale« Blu-ray-Discs abspielen können? Und soll das Gerät internetfähig sein, also Streamingdienste wie Netflix und Amazon Prime Video per App hereinholen können, etwa wenn ein älterer Fernseher das nicht kann?

Testsieger wurde der Sony UBP-X700 (Gesamtnote 1,9/168 Euro), dicht gefolgt vom Panasonic DP-UB824 (2,0/400 Euro) und vom Sony UBP-X800M2 (2,0/272 Euro). Alle drei sind internetfähig und können Ultra-HD-Discs abspielen. Günstigster Guter im Test war der LG BP450 (Gesamtnote 2,2/88 Euro), der zwar keine Ultra-HD-Discs abspielen kann, aber internetfähig ist. Apps können bei diesem günstigen Gerät allerdings nicht nachinstalliert werden.

Liefert der Fernseher eine höhere Auflösung als der Player, sollte man es dem Fernseher überlassen, das Videosignal auf diesen hochzurechnen, raten die Expertinnen und Experten. Im Fachjargon nennt man diesen Vorgang Upscaling. Die Upscaling-Funktion des Players muss dazu ausgeschaltet werden. Verfügt hingegen der Fernseher über eine geringere Auflösung als der Blu-ray-Player, muss letzterer die Anpassung vornehmen, denn TV-Geräte können das nicht.

Übrigens: Gamer müssen sich über all das keine Gedanken machen, erklären die Testerinnen und Tester, zumindest, wenn sie eine Playstation 5 oder eine XBox Series X mit Blu-ray-Laufwerk besitzen. Denn die spielen sowohl normal- als auch hochauflösende Filme von Blu-ray-Discs ab.

mak/dpa