Angespielt: Alan Wake's American Nightmare
Angespielt Alan Wake's American Nightmare
Zurück zur Übersicht
Es ist dunkel in der Wüste von Arizona. Natürlich. In der Ferne leuchtet eines dieser typischen alten Motelschilder, die man aus jedem Roadmovie kennt. Es bedeutet Rettung. Dazwischen aber liegen viele Stellen, die sich hervorragend für einen Hinterhalt eignen. Hier muss Alan Wake durch, bewaffnet mit Taschenlampe und Gewehr, im Kampf gegen Dämonen, die er im Drehbuch zu einer Fernsehserie selbst geschaffen hat.
"Alan Wake's American Nightmare" ist ein Ableger von "Alan Wake", einem selbsternannten psychologischen Thriller des finnischen Entwicklerstudios Remedy, bekannt geworden vor allem durch die "Max Payne"-Reihe. Alan Wake ist ein Schriftsteller, der lose auf Stephen King basiert und übernatürliche Geschichten und Thriller schreibt. Ist er im vor zwei Jahren erschienen ersten Spiel noch in einer komplexen Welt gefangen, so ist der Download-Ableger "American Nightmare" eine Hommage an Pulp-Literatur, an kurze Geschichten ohne Tiefgang und großer Lust an drastischen Darstellungen.
Das Spiel ist zweierlei: Auf der einen Seite ein hervorragend zu spielender Action-Shooter, in dem man Spaß daran gewinnt, immer perfekter die Geister der Dunkelheit mit der Taschenlampe zu bannen und sie dann mit einem gezielten Schuss aufzulösen. Auf der anderen Seite ist es aber auch ein intellektuelles Vergnügen. Die Art und Weise, wie Remedy und deren Spielautor Sam Lake die Geschichte aufbereiten, zerlegen und in diversen Metaebenen erzählen ist ebenso kunstvoll und bewundernswert wie bizarr und für Spiele unerhört komplex.
"Alan Wake's American Nightmare" von Microsoft, Download für Xbox 360, ca. 15 Euro; USK: Ab 16 Jahren
Weiter Zu: I Am Alive