Google: Lobbycontrol fordert Zerschlagung des Werbegeschäfts - DER SPIEGEL
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Debatte über Zerschlagung Google verdient in Europa laut Lobbycontrol mehr als zwei Milliarden Euro – pro Woche

»Europa kann sich dieses Monopol nicht länger leisten«: Aktivisten drängen die EU-Kommission zu einem härteren Vorgehen gegen Googles Marktmacht. Angesichts gewaltiger Einnahmen halten sie Bußgelder für nutzlos.
• aus DER SPIEGEL 37/2026
Internetgigant Google: Angesichts der hohen Einnahmen in Europa sind Milliardenstrafen der EU nur Kleingeld für den Konzern
Internetgigant Google: Angesichts der hohen Einnahmen in Europa sind Milliardenstrafen der EU nur Kleingeld für den Konzern

Internetgigant Google: Angesichts der hohen Einnahmen in Europa sind Milliardenstrafen der EU nur Kleingeld für den Konzern

Foto: Gonzalo Fuentes / REUTERS

Europa ist für Google eine Goldgrube. 105 Milliarden Euro hat der US-Konzern im Jahr 2024 allein in der EU eingenommen. Das hat eine Auswertung ergeben, für die mehrere Nichtregierungsorganisationen (NGO) die Zahlen der Google-Töchter in den EU-Staaten analysieren ließen.

DER SPIEGEL 37/2026

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»Das sind mehr als zwei Milliarden Euro pro Woche«, kritisiert Felix Duffy, Sprecher des Vereins Lobbycontrol. »Europa kann sich dieses Monopol nicht länger leisten.« Laut EU-Kommission hat Google seine marktbeherrschende Stellung im Werbemarkt wiederholt missbraucht.

Die Brüsseler Marktwächter hatten im September 2025 mit einem Zwangsverkauf des Google-Werbegeschäfts gedroht. Vorerst beließ die EU es bei einem Bußgeld von 2,95 Milliarden Euro und weiteren Auflagen. Dies habe jedoch keine Wirkung, wenn das Geld in kurzer Zeit wieder eingespielt werden könne, argumentiert Lobbycontrol.

Google hat bei der Kommission unterdessen einen Gegenvorschlag eingereicht, um eine Zerschlagung zu vermeiden, der Ausgang des Verfahrens ist noch offen. Die NGOs fürchten nun, dass die EU-Kommission vor substanziellen Eingriffen zurückschreckt, um Strafmaßnahmen der US-Regierung zu vermeiden. In den USA hat ein Bundesgericht am Mittwoch eine Zerschlagung von Googles Werbegeschäft abgelehnt, obwohl ein anderes Gericht diese Maßnahme im Vorjahr beschlossen hatte.

tmk
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