Künstliche Intelligenz: Elon Musk lässt Klage gegen Apple fallen (aber nicht gegen OpenAI) - DER SPIEGEL
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Grok angeblich benachteiligt Elon Musk lässt Klage gegen Apple fallen (aber nicht gegen OpenAI)

Sein Chatbot Grok sollte die Download-Charts bei Apple anführen, findet Elon Musk. Weil dem jedoch nicht so ist, witterte er Monopolisierung und bemühte die Richter. Jetzt macht er einen Rückzieher.
Multimilliardär Elon Musk (2023)
Multimilliardär Elon Musk (2023)

Multimilliardär Elon Musk (2023)

Foto: Gonzalo Fuentes / REUTERS

Techmilliardär Elon Musk lässt seine Klage fallen, in der er Apple unfairen Wettbewerb vorwirft. Er hatte den Konzern sowie den ChatGPT-Erfinder OpenAI vor gut einem Jahr vor Gericht gezerrt. Musks Behauptung damals: Apple behindere andere Chatbots wie seine Software Grok, um ChatGPT einen Vorteil zu verschaffen.

Jetzt hieß es in Gerichtsunterlagen, die Vorwürfe gegen Apple seien ausgeräumt worden – ohne Details dazu, auf welche Weise genau. Die Klage gegen OpenAI bleibe aber bestehen. Musk, der einst ein früher Investor bei dem ChatGPT-Entwickler war, führt schon seit Jahren eine Fehde gegen OpenAI-Chef Sam Altman (mehr dazu hier ). Unter anderem warf er ihm vor Gericht vor, das ursprünglich als gemeinnützige Organisation angelegte OpenAI widerrechtlich in eine auf Profit ausgerichtete Firma umgewandelt und davon profitiert zu haben. Geschworene in Kalifornien entschieden in dem Prozess gegen Musk.

Die Vorwürfe des Tesla-Chefs gegen Apple gingen auf eine 2024 vorgestellte Kooperation des Konzerns mit OpenAI zurück. Dabei können Nutzer von iPhones und anderen Geräten Anfragen, die die hauseigene Sprachassistentin Siri nicht beantworten kann, an ChatGPT weiterreichen. Kurz bevor Musks Rückzieher bekannt wurde, führte Apple in den USA eine neue Version von Siri ein, die mithilfe von künstlicher Intelligenz verbessert wurde. Sie wurde bei Apple selbst entwickelt. Zugleich diente Googles KI-Modell Gemini dabei als Basis für einige Funktionen.

Grok fiel zuletzt mit üblen Äußerungen auf

Musk führte bei seiner Klage an, Apple sei ein Monopolist im Smartphone-Markt in den USA mit einem Anteil von 65 Prozent, und OpenAI halte ein Monopol bei KI-Chatbots mit 80 Prozent. Das war seine Basis dafür, ihnen wettbewerbswidriges Verhalten vorzuwerfen. Ziel der Klage war neben Schadensersatz ein Verbot der Kooperation (mehr hier).

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Apple hatte bereits nach einer ersten Klagedrohung durch Musk entgegnet, der App Store sei konzipiert, um fair zu sein und niemanden zu bevorteilen. Allerdings hatte Apple im vergangenen Jahr eine Kooperation mit OpenAI gestartet, bei der Nutzer von iPhones und anderen Geräten direkte Anfragen bei ChatGPT stellen können. Dem Konzern zufolge könnten mit der Zeit auch andere KI-Chatbots auf diese Weise integriert werden.

Zum Zeitpunkt von Musks Klage stand Grok frisch in der Kritik: Der Chatbot hatte mit antisemitischen Äußerungen und Lob für Adolf Hitler für einen Eklat gesorgt. Musks KI-Firma xAI führte dies auf einen Programmierfehler zurück. Inzwischen ließ der Techmilliardär xAI in seiner Weltraumfirma SpaceX aufgehen.

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jok/dpa