Angespielt: Der Pate - DER SPIEGEL
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Angespielt Der Pate

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Man kennt das Phänomen: Der Film ist langweilig, es wird nur geredet und außerdem ist man müde. Also nickt man ein und wacht immer dann auf, wenn es zur Sache geht: Reifen quietschen, Frauen schreien oder Pistolen knallen.

Ungefähr so muss es den Menschen gegangen sein, die aus "Der Pate" ein Spiel gemacht haben. Denn da geht es zur Sache. Und zwar um einiges härter als man das aus dem Film kennt. Spätestens, wenn man Gegner erwürgen muss, was optisch und akustisch - vorsichtig gesagt - eindrucksvoll umgesetzt ist, weiß man, warum das Spiel keine Jugendfreigabe bekommen hat. Danach zwingt man sich dazu, weiter zu spielen. Was teilweise Spaß macht: Dann nämlich, wenn Szenen des Filmes aus der Perspektive eines Handlangers der Corleones nachgespielt werden. Doch abseits davon stellt sich schnell Langeweile ein: Weil die Geschichte, die das Spiel erzählen will, uninspiriert wirkt, weil man zu viel Zeit im Auto verbringt, weil sich die Aufträge zu sehr gleichen.

Schon bald stimmt man "Der Pate"-Regisseur Francis Ford Coppola zu, der in einem Interview über das Spiel sagte: "Sie haben einfach die Personen genommen, die jeder kennt und die führen unbedeutende Charaktere ein, die die nächsten Stunden damit verbringen, sich gegenseitig zu töten. Ich hatte nichts mit dem Spiel zu tun und ich missbillige es."

Für Draufgänger, die finden, dass im Film "Der Pate" zuviel gelabert wird.


"Der Pate" von Electronic Arts , für PC, Playstation 2 und Xbox, ab 40 Euro; USK: Keine Jugendfreigabe

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