Angespielt: Yakuza - DER SPIEGEL
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Angespielt Yakuza

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Es ist ein schlechtes Zeichen, wenn ein Spiel darauf verweist, dass Menschen daran mitgearbeitet haben, die schon Filme gemacht haben. Das zeugt nämlich davon, dass man seinem Spiel nicht traut und vermeintlich große Namen vorschiebt. Doch bei "Yakuza" ist das anders, auch wenn es erstmal darauf hinweist, dass das Drehbuch von Seishu Hase stammt, der schon für Takeshi Mike gearbeitet hat.

Denn ziemlich schnell zeigt sich, dass hier tatsächlich jemand dabei war, der weiß, wie man erzählt. Denn der Plot um den verdächtig nach John Travolta aussehenden Yakuza Kiryu Kazuma verhält sich nicht wie eine gewöhnliche Spielgeschichte. Er entfaltet sich langsam, nimmt sich für Umwege sehr viel Zeit, legt falsche Fährten und hält Spieler doch so im Bann, dass weiter gespielt werden muss. Auch wenn das manchmal etwas mühsam ist, weil das Spielprinzip hauptsächlich daraus besteht, durch die Straßen Tokios zu laufen und sich in Faustkämpfen zu bewähren. Doch das verzeiht man "Yakuza" schnell – genau wie das Brüsten mit großen Namen.

"Yakuza" von Sega, für Playstation 2 , ca. 50 Euro; USK: Freigegeben ab 18 Jahren

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