Ransomware: Hackerangriff beeinträchtigt Teile der Hochschule Hannover - DER SPIEGEL
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Attacke mit Verschlüsselungssoftware Hackerangriff beeinträchtigt Teile der Hochschule Hannover

Nach einer Cyberattacke sind IT-Systeme der Hochschule Hannover stillgelegt worden. Experten analysieren den Angriff, versuchen Schäden zu beheben. Studierende und Mitarbeitende müssen mit Einschränkungen klarkommen.
Daten auf Computerbildschirmen: Auch wenn E-Mails nicht durchkommen, geht der Lehrbetrieb weiter
Daten auf Computerbildschirmen: Auch wenn E-Mails nicht durchkommen, geht der Lehrbetrieb weiter

Daten auf Computerbildschirmen: Auch wenn E-Mails nicht durchkommen, geht der Lehrbetrieb weiter

Foto: Silas Stein / IMAGO

Unbekannte haben die IT-Systeme der Hochschule Hannover mit Schadsoftware angegriffen. Wie die Hochschule auf ihrer Website  erklärt, hat ihre zentrale IT-Abteilung am 30. Oktober verdächtige Aktivitäten in den Systemen bemerkt. Nachdem dabei Anzeichen entdeckt wurden, dass die Täter einen Verschlüsselungstrojaner eingeschleust hatten, wurden »große Teile der IT-Infrastruktur vorsorglich heruntergefahren«, wie es heißt.

Kriminelle verwenden solche Verschlüsselungstrojaner, auch Ransomware genannt, um ihre Opfer zur Zahlung von Lösegeld zu drängen. Dabei nutzen sie die Schadsoftware, um möglichst große und wichtige Datenbestände zu verschlüsseln und stellen in Aussicht, nach Zahlung der geforderten Summen einen digitalen Schlüssel zu liefern, mit dem sich die Daten befreien lassen sollen.

Ob die Angreifer auch Daten aus den Systemen der Hochschule kopiert haben, ist unklar. Oft nutzen Kriminelle nach einer Cyberattacke erbeutete Daten in Kombination mit einer Ransomware, um den Druck auf ihre Opfer zu erhöhen. Sie drohen dann, die Interna zu veröffentlichen.

Lehrveranstaltungen finden statt

Das Landeskriminalamt Niedersachsen sowie der Landesbeauftragte für den Datenschutz seien über den Angriff bereits informiert worden, heißt es seitens der Hochschule, ein Krisenstab wurde eingerichtet. Gemeinsam mit externen Experten werde der Angriff nun analysiert.

Der Shutdown der IT-Infrastruktur hat zur Folge, dass die Hochschule per E-Mail gar nicht mehr und per Telefon nur eingeschränkt zu erreichen ist. Auch zentral auf den Rechnern gespeicherte Daten sind derzeit nicht abrufbar. Dasselbe gilt für alle Dienste, bei denen sich Nutzerinnen und Nutzer normalerweise über das Single-Sign-On-System der Hochschule . Microsoft Teams und Zoom funktionieren indes noch. Ein alternatives E-Mail-System will die IT-Abteilung »schnellstmöglich« bereitstellen.

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Lehrveranstaltungen sind nach Aussage der Hochschule grundsätzlich nicht betroffen. Sollte der Ausfall der IT-Infrastruktur Auswirkungen auf Prüfungen haben, werde dies »von den Prüfungsausschüssen berücksichtigt«.

Bis eine Lösung für die Probleme gefunden ist und die Systeme wieder hochgefahren werden können, bittet die Hochschule alle Betroffenen, sich über ihre Website  über eventuell ausfallende Lehrveranstaltungen und weitere Fragen rund um den IT-Ausfall zu informieren.

mak