Sascha Lobo - Der Debatten-Podcast Völkische Zopferotik auf Instagram
Die Rechercheure von "Correctiv " haben auf Instagram mehrere Tausend Konten von Rechtsextremen untersucht, um die Nachwuchsgewinnung der Szene zu verstehen. Kolumnist Sascha Lobo schreibt in seiner jüngsten Kolumne "Wie rechte Ästhetik auf Instagram funktioniert", welche Botschaften in der App, die zum Facebook-Konzern gehört, verbreitet werden.
So solle die Inszenierung von "enorm blonden Familien" in Wald und Feld signalisieren: "Hier ist die Welt noch naturnah und in Ordnung, und zwar im Sinne der Ordnung von 1935." Der Mann sei "stets der Held", die Frau "nur Verführerin und Mutter". Das verspreche, schreibt Lobo, "ein unkompliziertes, natürliches, von Modernitätswirren unbelastetes Leben" und sei nicht zuletzt deshalb attraktiv, weil es nicht den Luxus-Lifestyle erfordert, den viele Instagram-Influencer propagieren.
Hinzu komme die Neucodierung von Begriffen wir Tradition, Europa und vor allem Heimat, die in der neurechten Kommunikation für eine kulturelle und ethnische Homogenität stehen, die es in der Realität nicht gibt. Und weil sie sich auch nur gewaltsam erreichen ließe, "ist das rechte Konzept von Heimat ein mörderisches".
In seinem Podcast kommentiert Lobo ausgewählte Zuschriften seiner Leserinnen und Leser.
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