"Wall Street Journal" will soziales Netzwerk starten - DER SPIEGEL
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Kampfansage an LinkedIn "Wall Street Journal" will soziales Netzwerk starten

Plattform für Börsenprofis: Der Medienmogul Rupert Murdoch will ein soziales Netzwerk für Geschäftsleute aus der Finanzbranche starten, angegliedert ans "Wall Street Journal". Er fordert damit das erfolgreiche Business-Netzwerk LinkedIn heraus.
"Wall Street Journal" (Berichterstattung über News-Corp-Skandal): Social Network in Arbeit
"Wall Street Journal" (Berichterstattung über News-Corp-Skandal): Social Network in Arbeit

"Wall Street Journal" (Berichterstattung über News-Corp-Skandal): Social Network in Arbeit

Foto: PAUL J. RICHARDS/ AFP
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New York - Der australische Medienkonzern News Corporation will in den kommenden Monaten ein eigenes soziales Netzwerk starten. Einem Bericht der britischen Zeitung "The Times" zufolge  soll sich die Plattform an "gleichgesinnte Menschen" richten, die sich online treffen und Ideen austauschen. Zielgruppe sollen vor allem Geschäftsleute aus der Finanzbranche sein.

Das Netzwerk soll unter der Marke der US-Tageszeitung "The Wall Street Journal" veröffentlicht werden. Wie bei anderen sozialen Netzwerken, sollen die Nutzer ein Profil erstellen und sich mit ihrem richtigen Namen . Eine Plattform, mit der angemeldete Nutzer ihr Anlage-Portfolio abbilden können, gibt es dort bereits, offenbar soll das Netzwerk eine Erweiterung davon werden.

Auf der Plattform geht es demnach nicht wie bei Facebook und Google+ darum, private Kontakte mit Familie und Freunden zu pflegen. Der Konzern hat vor allem Geschäftsleute aus dem Finanzwesen als Nutzer im Sinn. Die Mitglieder sollen sich dort über Finanzthemen austauschen, während sie die Wirtschaftsnachrichten durchstöbern. Auf der Plattform sollen die Artikel der verschiedenen Ausgaben wie der Finanz-Wochenzeitung "Barron's" und des "Wall Street Journal" zusammenfließen.

Rupert Murdoch, der Chef der News Corporation, legt sich jedoch mit einem großen Gegner an: Das soziale Netzwerk LinkedIn ist ebenso auf Geschäftskontakte spezialisiert. Die Online-Plattform ist das größte soziale Business-Netzwerk im Netz. Nach eigenen Angaben sind mehr als 225 Millionen Mitglieder aus mehr als 200 Ländern bei der Plattform angemeldet.

Mit dem Fokus auf Finanzen will man sich beim Wall-Street-Journal-Portal offenbar aber abgrenzen: "Es ist wirklich mehr ein Forum, in dem man über Finanzen spricht", sagte Colleen Schwartz laut dem Nachrichtenportal Socialtimes . Schwartz ist verantwortlich für die interne Kommunikation bei Dow Jones, einem Tochterunternehmen der News Corporation.

Dem Bericht zufolge soll auch ein Kurznachrichten-Dienst gestartet werden, mit dem sich die Mitglieder privat unterhalten können. Das sei vor allem bei diskreten Gesprächen sinnvoll, die nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollen.

Bei einer kaufkräftigen Zielgruppe wie den Börsenprofis spielt auch die Werbung eine wichtige Rolle. Anzeigen sollen geschaltet werden. Doch wie genau, darüber machte Schwartz keine weiteren Angaben.

jbr