Raspberry Pi Microsoft präsentiert Windows-10-Variante für Mini-Rechner
Raspberry Pi 2: Der Mini-Rechner ist unter Bastlern beliebt
Foto: Raspberry Pi FoundationAuf seiner Konferenz WinHEC 2015 im chinesischen Shenzhen hat Microsoft ein Konzept für Windows-Versionen vorgestellt, die auch auf sehr kleinen Geräte-Plattformen laufen. Die Versionen fasst Microsoft unter dem Namen "Windows 10 for IoT Devices" zusammen, also sinngemäß Windows 10 für Internet-der-Dinge-Geräte.
Windows 10 for IoT Devices soll in drei Varianten erscheinen, die zugehörigen Namensanhängsel lauten "for Industrial Devices", "for Mobile Devices" und "for Small Devices".
Das besondere der drei Klassen ist, dass im Kern das Standard-Windows arbeitet , was universelle Apps und Treiber möglich macht. Dadurch soll sich Windows 10 for IoT Devices in vielen Geräteklassen einsetzen lassen - vom Tablet-PC bis zum Geldautomaten, von der Registrierkasse bis zur Virtual-Reality-Brille.
Ein weiteres Anwendungsfeld sind Mikrorechner wie der Raspberry Pi 2 Model B, der unter die "Small Devices" fällt. Beim Pi 2 Model B handelt es sich um die vor Kurzem vorgestellte neue Version des rund 30 Euro kostenden Winzrechners.
Die grafische Oberfläche fehlt
Während das noch erhältliche Vorgängermodell Pi 1 Model B+ mit Linux läuft, ist der laut Datenblatt deutlich schnellere Nachfolger zusätzlich für die Nutzung mit einem Windows-Betriebsprogramm konzipiert .
Der Rechner erfüllt die Hardware-Mindestvoraussetzungen, die Microsoft für diese Geräteklasse bewusst niedrig ansetzt: 256 MB RAM, 2 GB Speicher, x86- oder ARM-Mobilprozessoren. Das Betriebssystem kommt für diese Geräte allerdings ohne die bekannte grafische Oberfläche daher.
Auf dieser Webseite können motivierte Entwickler bereits ihr Interesse an dem Programm bekunden. Die "Small Devices"-Variante soll für die bastelfreudige Maker-Community kostenlos sein, eine Produktaktivierung ist offenbar nicht nötig.