Begnadigte Elefanten nach Monaco verladen - DER SPIEGEL
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Begnadigte Elefanten: Lebensabend an der Côte d'Azur

Foto: PHILIPPE DESMAZES/ AFP

Népal und Baby Elefanten-Asyl in Monaco

Die beiden begnadigten Elefanten des Lyoner Zoos sind nach Monaco umgezogen. Auf Einladung von Prinzessin Stéphanie verbringen die Elefantendamen Népal und Baby ihren Lebensabend auf dem Anwesen der Grimaldi-Familie.
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Paris - Edward Snowden wäre sicher neidisch: Den zwei Elefanten aus dem Lyoner Zoo wurde Asyl gewährt - an der Côte d'Azur. Die beiden angeblich schwindsüchtigen Tiere verbringen ihren Lebensabend in einem Park in Monaco.

Monatelang bewegte das Schicksal zweier todgeweihter Elefanten französische Tierschützer, allen voran erzürnte sich Leinwand-Legende Brigitte Bardot. Die 42 und 43 Jahre alten Elefanten Népal und Baby aus dem Zoo von Lyon sollten nach einer umstrittenen Tuberkulose-Diagnose eingeschläfert werden.

Im Februar hatte Frankreichs Oberstes Verwaltungsgericht die angeordnete Einschläferung der Elefanten gestoppt. Es gebe "erhebliche Zweifel" an der Rechtmäßigkeit dieser Anordnung, so das Urteil des Staatsrats in Paris.

Prinzessin Stéphanie von Monaco hatte damals angeboten, die beiden Dickhäuter bei sich aufzunehmen. In einem klimatisierten Anhänger wurden die Elefantendamen nun ins Fürstentum transportiert, wo sie künftig in einem Park der Grimaldi-Familie ihren Lebensabend verbringen. Das Grundstück grenzt direkt an das Landgut Roc Agel der Fürstenfamilie.

Unter der Aufsicht der Prinzessin machten die beiden Elefantendamen ihre ersten Schritte in der rund 3500 Quadratmeter großen Anlage. "Das Betreten des neuen Geheges verlief in absoluter Ruhe. Népal ist als Erstes ausgestiegen und hat geduldig gewartet, bis Baby gefolgt ist. Sie sind unzertrennlich", sagte Tierärztin Florence Ollivet-Courtois, die den Schwertransporter begleitete.

Népal und Baby hätten sich erst einmal mit Staub überschüttet und leise gebrummt - laut Tierärztin ein Zeichen des Wohlbefindens.

gam/dpa/AFP