Steilküste in Frankreich Taucherin von herabstürzenden Felsen getötet
Abgerutschte Steilküste unterhalb des Leuchtturms in Biarritz: »Es war ohrenbetäubend«
Foto: Laurent VU / SIPA / action pressEtwa 2000 Kubikmeter Felsen sind im südwestfranzösischen Badeort Biarritz am Mittwochabend in der Nähe von drei Tauchern abgestürzt. Eine Frau kam dabei ums Leben, ein Mann wurde am Donnerstagmorgen nach Behördenangaben noch vermisst.
Die Felsen unterhalb des Leuchtturms waren überraschend von der Steilküste abgebrochen und ins Meer gestürzt. Einer der Taucher überlebte unverletzt, erlitt aber einen Schock und wurde von Rettungskräften versorgt. Die Suche nach dem vermissten dritten Taucher wurde am Donnerstagmorgen fortgesetzt.
Rettungstaucher an der Unglücksstelle in Biarritz
Foto: Philippe Lopez / AFPDer nahe gelegene Badestrand der Stadt war zum Zeitpunkt des Unglücks von zahlreichen Menschen besucht. »Es war ohrenbetäubend«, berichtete ein 45-Jähriger, der mit seiner Tochter zum Stand-up-Paddeln an den Strand gekommen war: »Wir hatten wirklich Angst, als wir gesehen haben, wie ein ganzer Abschnitt der Steilküste einstürzte.« Als die Felsen ins Meer gestürzt seien, habe es eine riesige Wasserfontäne gegeben.
Die Stadtverwaltung von Biarritz sperrte das Gebiet um die Einsturzstelle für Taucher und Schiffe. Auch der Strand wurde vorläufig gesperrt.
An der Steilküste in der Gegend von Biarritz hatte es bereits 2008 und 2018 größere Abbrüche gegeben. Der durch den Klimawandel beförderte Anstieg des Meeresspiegels verstärkt die natürliche Erosion, die zu Felsstürzen führen kann.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version wurde ein Foto gezeigt, dass nicht die Unglücksstelle zeigte, wir haben es ausgetauscht.