Laut Medienberichten Belugawal offenbar in der Flensburger Förde gesichtet
Ein Belugawal (Symbolbild)
Foto: Keith Pamper/ APEin neuer, außergewöhnlicher Meeresgast sorgt derzeit im Norden Deutschlands für Aufsehen. In der Flensburger Förde ist offenbar ein Belugawal gesichtet worden. Dies berichten unter anderem die lokale Zeitung »Der Nordschleswiger« und der dänische TV-Sender tvSyd .
Demnach hält sich das Tier bereits seit mehreren Wochen in den Gewässern zwischen Dänemark und Deutschland auf. Der weiße Wal sei zunächst im Bereich des Årøsunds gefilmt und später weiter südlich beobachtet worden.
Inzwischen soll er bis in die Flensburger Förde geschwommen sein. Experten gehen davon aus, dass es sich bei den Sichtungen um dasselbe Tier handelt.
Wal aus dem arktischen Gebiet
Belugawale leben normalerweise in arktischen und subarktischen Regionen, zum Beispiel vor Grönland oder rund um Spitzbergen. Dass sich ein einzelnes Tier in die Ostsee verirrt, ist zwar selten, kommt aber immer wieder vor. Fachleute führen dies unter anderem auf die Vorliebe der Tiere für küstennahe Gewässer zurück.
Der aktuelle Fund reiht sich in eine Serie ungewöhnlicher Walbeobachtungen ein: Seit Wochen sorgt ein gestrandeter Buckelwal vor der Insel Poel bereits für Schlagzeilen und Anteilnahme.
Der nun gesichtete Beluga soll hingegen bislang agil wirken. Experten schätzen, dass das Tier aus eigener Kraft wieder in offenere Gewässer zurückfinden könnte.
-
2 Min
-
3 Min
-
Ostsee vor Timmendorfer Strand: Schlauchboote sollen Wal von Rückkehr ins flache Wasser abhalten4 Min
4 Min
Mit einer Länge von meist drei bis sechs Metern sind Belugawale deutlich kleiner als Buckelwale. Sie gelten als sehr soziale Tiere und sind für ihre auffällige weiße Färbung sowie ihre vielfältigen Lautäußerungen bekannt.
Ob der Wal dauerhaft in der Ostsee bleiben wird, ist unklar. Hauptsächlich bestehen Risiken durch Fischernetze oder eine mögliche Orientierungslosigkeit in den engen Küstengewässern. Dennoch hoffen die Experten, dass das Tier seinen Weg zurück in sichere Lebensräume findet und in die tieferen Gewässer im Norden zurückkehrt.