Gefälschtes Testament - DER SPIEGEL
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Maharadscha-Milliardenerbe: Späte Genugtuung für die Töchter

Foto: Shivan Sarna/ AP/dpa

Gefälschtes Testament Maharadscha-Töchter freuen sich über Milliardenerbe

Zwei Festungen, ein Flughafen und jede Menge Gold gehören zum stattlichen Erbe von Harinder Singh Brar, einst Herrscher von Faridkot. Als er starb, hieß es, er vermache alles seinen Angestellten. Von wegen, befand nun ein Gericht. Das Testament war gefälscht.
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Neu-Delhi - 1918 wurde der gerade mal drei Jahre alte Harinder Singh Brar zum Regenten des Fürstenstaats Faridkot in der Region Punjab gekrönt. Er sollte der letzte Herrscher des 1652 Quadratkilometer großen Landstrichs an den Ausläufern des Himalaja sein. 1948 wurde Faridkot Teil Indiens.

Der Herrscher heiratete Narinder Kaur, mit der er drei Töchter hatte - Amrit, Deepinder and Maheepinder. Der gemeinsame Sohn Harmohinder starb 1981 bei einem Autounfall.

Der Fürst selbst verschied 1989. Nach seinem Tod hieß es, er habe alles seinen früheren Angestellten vermacht. Stimmt nicht, befand jetzt ein Gericht in Chandigarh. Der letzte Wille aus dem Jahr 1982 ist demnach gefälscht. Aufgesetzt haben sollen ihn Menschen aus dem direkten Umfeld des Maharadschas - seine Angestellten.

Jetzt sollen sämtliche Immobilien inklusive eines Flughafens und eines Museums im Wert von umgerechnet etwa 2,5 Milliarden Euro an die beiden rechtmäßigen Erbinnen, die Töchter Amrit und Deepinder Kaur, gehen. Ihre Schwester war 2001 verstorben.

Zu der Erbmasse gehören ein Palastkomplex, drei Flugzeuge, kostbarer Schmuck, jede Menge Oldtimer sowie Besitztümer in Hyderabad und Delhi. Die historischen Gebäude aus dem Besitz des Fürsten in Faridkot wie das Sheesh Mahal und das Raj Mahal sind für die Öffentlichkeit gesperrt, seit die Treuhandgesellschaft sie versiegelt hat.

Amrit hatte stets behauptet, ihr Vater habe nie ein Testament verfasst und man habe eine gefälschte Urkunde aufgesetzt, um an seine Reichtümer zu gelangen. Maheepinder und Deepinder waren laut "Times of India" Vorsitzende des Maharawal Khewaji Trust, einer Treuhandgesellschaft, die das Vermächtnis verwaltete und der auch die ehemaligen Angestellten des Fürsten angehörten.

ala

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