Kiribati Schiffbrüchige überleben vier Wochen auf Pazifik
Sandstrand auf der Insel Kiribati
Foto: Christiane Oelrich/ dpaKiribati - "Ein Schwarm Vögel, vermutlich", dachte sich Alfred Canepa, als er Hunderte Meilen von Samoa entfernt auf seinem Radar etwas ortete. "Glücklicherweise ging ich an Deck, schaute in die Richtung und entdeckte dieses kleine Boot, das mit zwei Männern auf offener See trieb", sagte der Fischer im australischen Fernsehen.
Der 54-Jährige fackelte nicht lange und holte die Schiffbrüchigen an Bord seiner "Pacific Princess". Unterernährt und extrem dehydriert seien sie gewesen. Weil es kaum geregnet hatte, hätten die Männer aus Verzweiflung Meerwasser getrunken - "sie hätten es keine drei Tage mehr ausgehalten", so Canepa. Insgesamt sollen der 20-Jährige und sein 40-jähriger Kumpel knapp einen Monat in ihrem viereinhalb Meter langen Aluminiumboot ausgeharrt haben, nachdem ihr Motor den Geist aufgegeben hatte.
"Sobald sie an Bord waren und etwas Wasser getrunken hatten, gingen sie sofort in die Bootskapelle und beteten etwa eine Stunde, das hätten Sie mal sehen sollen", berichtete Canepa dem kalifornischen Nachrichtenportal U-T San Diego. Der Fischer gab den völlig Erschöpften zu essen, die Crew sammelte Kleidung und Geld für die Weiterreise der beiden. Die "Pacific Princess" brachte die Geretteten zum Hafen der Stadt Honiara auf den Salomonen. Von dort aus sollte ihre Heimfahrt auf die Gilbertinseln organisiert werden.
"Es hat mich und die Crew sehr glücklich gemacht, dass wir die Leben dieser Männer gerettet haben", sagte Canepa. "Das ist etwas, was ich meinen Enkeln erzählen kann."